So ganz langsam und zögerlich hat sich in Münnerstadt herumgesprochen, dass es möglicherweise beim BBZ eine Verzögerung gibt. Von offizieller Seite lag aber nichts vor. Und es gibt keinen Grund, etwas zu verheimlichen! Oder etwa doch? Mit der Antwort auf meine Anfrage jedenfalls, hat das Landratsamt der Gerüchteküche noch einmal richtig Zunder gegeben.
Von einem sehr sportlichen Zeitplan und der Konjunktur ist da die Rede sowie von der Nutzung der Zeit, um die Pläne zu optimieren. Prima! Und was heißt das wirklich? Stimmen also die Gerüchte, dass der Brandschutz komplett vergessen wurde, oder waren es vielleicht die Fenster? Soll ja alles schon vorgekommen sein. Ich persönlich habe einen ganz anderen Favoriten für die Verzögerung: Bei den noch immer andauernden Bodenuntersuchungen sind die Archäologen auf einen Dinosaurier gestoßen. Daneben fand man ein urzeitliches Hallenbad. Der Dino soll beim Warten auf die Wiedereröffnung versteinert sein...
Damit wir uns richtig verstehen: Ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, dass beim BBZ alles in Ordnung ist. Doch warum lässt der Bauherr erst Gerüchte aufkommen und geht nicht von sich aus an die Öffentlichkeit? Der Inhalt des Textes mag ja auch durchaus richtig sein, doch dieses Amtsdeutsch ohne konkrete Aussagen ist einfach schwer verständlich. Ist es nicht so, dass die Preise beim Bau gerade explodieren, die Untersuchungen länger dauern und bei den Plänen noch etwas fehlt? "Optimierung" ist doch ein saublödes Wort. Und hier sind wir beim eigentlichen Problem gelandet. Beim Landratsamt geht alles ausschließlich über die Pressestelle, man bekommt meist eine schriftliche Antwort. Die Mitarbeiter sind wirklich sehr bemüht, es liegt am System, dass die Ergebnisse teils unbefriedigend sind. Früher haben wir den Pressesprecher informiert und der hat uns mit dem zuständigen Mitarbeiter verbunden. Da kann man auch nachhaken, wenn man etwas nicht verstanden hat. Da braucht es heute dringend eine "Optimierung".