Altenkunstadt — Jahrelang haben Wolfgang Klisa und Oswald Degen den Bewohnern des Friedrich-Baur-Seniorenzentrums St. Kunigund in Altenkunstadt mit Volksliedern, Schlagern und beliebten Evergreens schöne Stunden bereitet.
Sei es bei den monatlichen Musiknachmittagen im Speisesaal oder zu besonderen Anlässen der Einrichtung: Der Auftritt bei der Mutter- und Vatertagsfeier war zugleich ihr letzter. "Wir würden gerne weitermachen. Aber die Gesundheit erlaubt es leider nicht", bedauert Klisa.
Die beiden Hobbymusiker zogen bei der geselligen Feier, an der auch Angehörige der Heimbewohner teilnahmen, noch einmal alle Register ihres Könnens. Lieder wie "Aus Böhmen kommt die Musik", "Ich fang für euch den Sonnenschein" und "Ich bin verliebt in die Liebe" waren ganz nach dem Geschmack der Zuhörer.

Letzte musikalische Wünsche

Bei einem kleinen Wunschkonzert erklangen heimische Weisen, darunter das Oberfrankenlied und das beliebte "Tief im Frankenwald". Die Senioren sangen kräftig mit. Der Altenkunstadter Wolfgang Klisa bläst auf der Mundharmonika, die er mit einem selbst gebauten Resonanzkasten ausgestattet hat: "Das sorgt für einen schönen kräftigen Sound". Oswald Degen aus dem Ortsteil Maineck singt und spielt Gitarre. Zur "Oldie Band", so wie sie sich nennen, gehörte ursprünglich auch der Strössendorfer Leopold Frommelt.
Das Team des Sozialen Dienstes hatte sich für die Feier allerhand einfallen lassen. In Gedichtform berichtete Schmitt von einer außergewöhnlichen Mutter und einem Papa, der nach Ansicht seines Sprösslings grundsätzlich alles kann.
Der Ursprung des Vatertags reiche in das 19. Jahrhundert zurück. Auch als Herren- und Männertag bezeichnet, werde er stets am Fest "Christi Himmelfahrt" begangen. Allen Heimbewohnern überreichte die Ergotherapeutin ein Geschenk. Unterhaltsame Plaudereien und lustige Einlagen rundeten den gemütlichen Nachmittag ab.
"Auf Wiedersehen" sangen Oswald Degen und Wolfgang Klisa beim Abschied. Auf ein solches hofft man auch im Friedrich-Baur-Seniorenzentrum. Bernd Kleinert