von unserem Mitarbeiter michael wunder

Nordhalben — Der Abwasserzweckverband Ölsnitz-Rodachtal ist auf einem guten Weg und wird seine Verbindlichkeiten in den nächsten Jahren abbauen. "Wenn alles nach Plan läuft, sind wir in drei Jahren schuldenfrei", meinte Verbandsvorsitzender Helmut Oelschlegel bei der konstituierenden Sitzung.
Der Schuldenstand betrage rund 140 000 Euro. Nachdem einige neue Verbandsräte hinzukamen, ging der Geroldsgrüner Bürgermeister zunächst auf die Geschichte des über 40 Jahre alten Abwasserzweckverbands ein. Die einst für 20 000 Einwohnerwerte geplante Anlage sei derzeit für 12 000 Einwohnerwerte ausgelegt und habe seit 1997 den Sitz in Geroldsgrün. Derzeit seien keine größeren Investitionen geplant und man könne sich auf die Unterhaltungsmaßnahmen beschränken. Auch bei der Klarschlammentsorgung habe man in letzter Zeit einiges getan. Aktuell wurden rund 1800 Kubikmeter flüssiger Klärschlamm auf landwirtschaftliche Flächen im Raum Mitwitz und Coburg aufgebracht. Den Verband kostet der Einsatz mit fünf großen Tankfahrzeugen rund 40 000 Euro.

Haushaltsplan wird überschritten

Den Haushaltsansatz (25 000 Euro) für die Abwasserabgabe werde man wegen schlechter Ablaufwerte nicht halten können. Die neuesten Bescheide weisen deutlich höhere Kosten auf, so dass man die Überschreitung von rund 12 000 Euro durch Einsparungen an anderer Stelle kompensieren möchte. Als Mitglieder gehören dem Abwasserzweckverband neben dem Vorsitzenden Helmut Oelschlegel (SPD) der Nordhalbener Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW, Stellvertreter), Andreas Kübrich (SPD), Ludwig Wich (SPD), Helmut Franz (CSU), Stefan Münch (SPD, alle Geroldsgrün) sowie Gerhard Schneider (FW) und Michael Wunder (CSU, beide Nordhalben) an. Neu besetzt wurde der Rechnungsprüfungsausschuss: Vorsitzender ist Michael Wunder, Andreas Kübrich (Stellvertreter) sowie Gerhard Schneider.
Die Verbandsräte sprachen sich einstimmig für den Austausch zweier Messumformer für die Rücklaufschlammpumpen und den Überschussschlamm aus. "Die Geräte sind fast vierzig Jahre alt, eine Reparatur ist nicht wirtschaftlich und auf Dauer in Handbetrieb zu fahren ist nicht zweckdienlich", meinte Klärwärter Dieter Hornfeck. Darüber hinaus informierte der Vorsitzende, dass er zwei unaufschiebbare Reparaturen an Betriebsanlagen (Sandfang und Rücklaufschlammpumpe) in einer dringlichen Anordnung instand setzten ließ.