Der Fürther Burgverein und Neustadts Oberbürgermeister Frank Rebhan haben eines gemeinsam: Beide feierten gestern Geburtstag. Zusammen wurden sie 80 Jahre alt. Und es wurde zünftig reingefeiert. Eine kleine, kurze Fete mit "rund 25 Leuten" hatte das Stadtoberhaupt erwartet. Doch als der Schirmherr mit 14-minütiger Verspätung eintraf, platzte das Fürther Schützenhaus aus allen Nähten.
Mehr als 160 geladene Gäste waren gekommen, um mit den Initiatoren "25 Jahre Förderkreis Fürther Burg" zu feiern.
Wissenswertes aus einem Vierteljahrhundert überaus aktiven Vereinslebens, Historisches, Schmankerl für Ohren und Gaumen. Raubritter - ja sogar eine extra für diesen Abend aus der Taufe gehobene Laienspielgruppe. Dazu gab's Sekt um Mitternacht. Fünf kurzweilige Stunden. Vereinsgründer Klaus Peter Kob wäre stolz auf seine Mitstreiter.
Und die Ehrengäste überhäuften die Organisatoren um Vereinschef Gebhard Roschlau nur so mit Lob: "Stimmt es wirklich, dass ihr Euch mit einem Weinfest finanziert?"
Professor Gert Melville vom Frankenbund konnte es kaum glauben. "Über 200 Mitglieder in so einem kleinen Dorf. Wir haben in Coburg mit über 40 000 Einwohnern auch nicht viel mehr", wunderte sich der Historiker aus der Vestestadt, der sich für fränkische Kultur und Brauchtum engagiert.
Rebhan weiß, warum das so ist und schmierte den Fürthern Honig ums Maul: "In keinem anderen Neustadter Stadtteil - ja ich glaube sogar nirgendwo im Landkreis - gibt es eine so starke Dorfgemeinschaft. So sind sie halt, die Fürther."
Und Stadtheimatpflegerin Isolde Kalter hofft, dass die begeisternde Vorführung des Einakters "Der Mitwitzer Heuwagen" der Startschuss für eine künftige Laienspielgruppe war.
Bange um die Zukunft muss diesem Verein jedenfalls nicht sein, zumal am Samstag mit der kleinen Paula Schober ein neuer Hoffnungsträger dazustieß. Roschlau freut sich bereits jetzt mit den Jubilaren und Gründungsmitgliedern auf den Fünfzigsten: "Dann ehren wir Euch wieder, aber nur wenn unser OB noch im Amt ist". Rebhan wäre dann 80. oph