Noch bis Freitag, 14. Oktober, haben die Forchheimer Gelegenheit, im Kompetenzzentrum für Menschen mit Demenz die Ausstellung "Was geht, was bleibt?" zu besuchen. Auf die Anfrage von Einrichtungsleiter Johannes Kraus hin hatte es das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege möglich gemacht, die Wanderausstellung im Foyer des Kompetenzzentrums zu präsentieren.
"Mit der Ausstellung soll eine breite Öffentlichkeit für das Thema Demenz sensibilisiert werden", sagte Kraus bei der Eröffnung. Demenz und der Umgang mit Betroffenen seien nach seinen Worten immer noch mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden. Deswegen wolle die Staatsregierung das Thema der Demenz, die Bedürfnisse der Erkrankten sowie ihrer Angehörigen in den Mittelpunkt rücken. Im Mittelpunkt der Schau steht ein großes Kopf-Regal, denn "die Sache mit dem Kopf ist uns eine Herzensangelegenheit". Im Kopf sitze, so Kraus, einerseits die Ursache für die Erkrankung.


Ehrenamtliches Engagement

In den Köpfen der Menschen müsse sich aber auch etwas ändern, um der Herausforderung Demenz begegnen zu können.
Die Ausstellung gibt einen Überblick zum Thema und greift dabei auch Symptome und einzelne Stadien der Krankheit auf. Außerdem gibt sie einen Eindruck davon, wie Demenz das Leben eines Menschen und seiner Angehörigen verändern kann.
Mehr als zwei Drittel aller Betroffenen werden in Bayern zu Hause und meistens von Angehörigen gepflegt. Schreitet die Erkrankung voran, kann ein Umzug in eine stationäre Einrichtung die richtige Lösung sein. Ein gut ausgebautes Netzwerk von Beratungsangeboten informiert die Angehörigen und hilft ihnen. Kraus wies auf die Möglichkeit hin, sich im Kompetenzzentrum Forchheim der Diakonie Neuendettelsau ehrenamtlich für Menschen mit Demenz zu engagieren: "Menschen mit Demenz dürfen nicht ausgegrenzt werden. Wir müssen dafür sorgen, dass ihnen ein Leben in der Mitte unserer Gesellschaft ermöglicht wird." red