Der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, war zum ersten Mal im westlichen Frankenwald zu Gast. Der Besuch erfolgte im Rahmen seiner Besuche aller 41 Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten.
Nach einer ausführlichen Diskussion mit allen Beschäftigten des Forstbetriebes Rothenkirchen stand auch der Besuch eines groß angelegten Naturschutzprojektes im Forstrevier Tettau auf dem Programm.
Seit einem Jahr steht Martin Neumeyer dem Vorstand der Bayerischen Staatsforsten vor. Für das erste Geschäftsjahr hat er sich einiges vorgenommen. Er will in jedem Forstbetrieb mit allen Mitarbeitern gesprochen und sich persönlich mit regionaltypischen Waldthemen vertraut gemacht haben. Nachdem er bereits im vergangenen Sommer den Forstbetrieb Nordhalben besucht hatte, war jetzt der Forstbetrieb Rothenkirchen an der Reihe. "Genau zum richtigen Zeitpunkt", sagte Forstbetriebsleiter Peter Hagemann. Mit der Fertigstellung des neuen Besprechungsraumes sei eine Reihe von zukunftsorientierten Investitionen in das denkmalgeschützte Forstbetriebsgebäude abgeschlossen worden. "Ein echtes Schmuckstück und repräsentatives Aushängeschild der Bayerischen Staatsforsten", nannte Neumeyer das vor über 100 Jahren als Rentamt des Freistaates gebaute Haus.


Strukturelle Verbesserungen

Und der neue Besprechungsraum bestand beim Betriebsbesuch gleich seinen ersten Härtetest. Über 50 anwesende Beschäftigte des Forstbetriebes fanden ausreichend Platz für eine ganztägige Betriebsversammlung mit ausführlicher Diskussion mit dem Vorstandsvorsitzenden. Diesen Umstand nahm Personalratsvorsitzender Baptist Fischer gleich zum Anlass, um auf die wichtige Funktion der Staatswaldbewirtschaftung für die Arbeitsplätze in der Region hinzuweisen. Und auch die künftige Personalpolitik des Unternehmens stand beim Vortrag von Martin Neumeyer im Mittelpunkt. Er informierte über "strukturelle Verbesserungen im Personalbereich" als Teil eines neuen Unternehmenskonzeptes. Neben Weiterentwicklungsmöglichkeiten für Beschäftigte und der allgemeinen Attraktivität des Forstunternehmens als Arbeitgeber standen auch praktische Maßnahmen auf dem Programm. So sollen alle Waldarbeiter künftig mit Smartphones ausgestattet werden. Die Kommunikation bis in den letzten Winkel des Staatswaldes sei dadurch sichergestellt.
Auch ein Außentermin im Forstrevier Tettau stand auf der Tagesordnung: Revierleiter Christian Goldammer stellte eine über mehrere Jahre angelegte aktive Biotopverbesserung entlang der Frankenwaldbäche vor. Hier werden unter anderem Talbereiche von Fichten freigestellt, Tümpel und Nassbiotope angelegt und naturnahe Erlenbestockungen begründet. red