Herzogenaurach — Mit über 170 Teilnehmern aus 34 Vereinen war die bayerische Ju-Jutsu-Meisterschaft so gut besetzt wie lange nicht mehr. Mittendrin waren die Kämpfer von Ju-Jutsu Herzogenaurach, die sich über gleich mehrere Erfolgserlebnisse freuen durften.
Bei den Erwachsenen kämpfte Christopher Hamperl in der Klasse bis 62 kg und verließ nur nach seinem ersten Kampf als Verlierer die Matte und sicherte sich so die Silbermedaille. In der Klasse bis 77 kg war es dieses Mal besonders schwer. Anton Bold wurde vom späteren Sieger, Brandmann, in nur 30 Sekunden mit "Full House" besiegt. Die beiden Routiniers Straubinger und Ebner ließen ihm ebenfalls keine Chance.
Der Trainer der Herzogenauracher und amtierende deutsche Meister, Matthias Rossberg, traf gleich in seinem ersten Kampf auf den bayerischen Landestrainer und WM-Siebten Andreas Kneble, der gegen Ende des Kampfes die glücklicheren Aktionen hatte. Der nächste Kampf war nicht minder schwer und spannend. Armin Lederer und Rossberg waren meist punktgleich, doch in der Verlängerung setzte sich Lederer durch.
Für die Herzogenauracher Nachwuchskämpfer gab es gleich zu Beginn der Veranstaltung Gold, da Fabian Erler in der Altersklasse (AK) U12 (bis 40 kg) keinem seiner vier Konkurrenten eine Chance ließ. Seine Schwester Carolin, die ebenfalls alle Kämpfe gewann, machte es ihm in der AK U15 nach. Die beiden Herzogenauracherinnen Meret Ipfling und Sophie Körner machten den Titel in der AK U15 (bis 44 kg) unter sich aus. Ipfling hatte gute Ansätze im Wurfbereich, aber Körner konterte sie oft geschickt aus, was ihr den ersten Platz einbrachte.
Die Zwillinge Yanick und Patrick Körner müssen seit diesem Jahr in der AK U18 starten. Im ersten Kampf durften sie gleich gegeneinander antreten. Yanick hatte diesmal eindeutig den besseren Start und schlug seinen Bruder deutlich. Später mussten sich beide noch mit dem amtierenden Dritten der Jugend-WM messen, der sie dann auch auf die Plätze 2 (Yanick) und 3 (Patrick) verwies.
Sophie Zerrahn (U18) schickte ihre Gegnerinnen vorzeitig von der Matte, was ihr ihren bereits vierten Titel einbrachte. Daniel Scholz (U18) begann ähnlich gut. Er besiegte zwei Gegner vorzeitig, musste sich dann aber dem routinierten Nürnberger Gegic geschlagen geben und holte Platz 2. red