Im Herbst jeden Jahres werden in der Wandelhalle in Bad Wildungen in allen Billard-Disziplinen die besten Deutschen Sportler gesucht. Dieses Jahr gingen die Coburger Bundesligaspieler Franzel Simon, Manuel Orttmann und Jens Schumann an den Start.
Franzel Simon startete in den Technik-Disziplinen Freie Partie und Cadre 35/2), Manuel Orttmann gleich in vier verschiedenen Spielarten am großen Billardtisch. Jens Schumann spielte in den Disziplinen Einband und Dreiband.
Bereits am ersten Tag stellte sich heraus, dass Simon und Orttmann, die beide top vorbereitet in das Turnier starteten, um die Medaillen mitspielen können. Beide schafften in der Freien Partie den Einzug in das Viertelfinale. Manuel Orttmann verpasste dann das Finale knapp und musste sich mit Bronze zufrieden geben. Franzel Simon mobilisierte alle Kräfte und sicherte sich nach einem souveränen Viertelfinale auch noch den Gewinn des Finales und stand somit ein weiteres Mal in seiner Karriere ganz oben auf dem Treppchen.
Beim Kleincadre-Wettbewerb hatte das Duo mit den vordersten Plätzen nichts zu tun. Für Orttmann ging der Turniermarathon mit Großcadre weiter. Dabei spielte er furios auf und verlor erst im Finale gegen den Kemptener Dieter Steinberger, den er in der Gruppenphase noch besiegt hatte.
Am Ende musste Orttmann in seiner Paradedisziplin, dem Einband, an den Start. Der Einzug ins Viertelfinale ging ihm locker von der Hand, doch dann verlor er denkbar knapp mit 99:100 gegen den späteren Turniersieger.
Jens Schumann errang in einem starken Feld immerhin noch zwei siebte Plätze.
Insgesamt hatten die Billartfreunde Creidlitz vier Medaillen bei diesen Deutschen Meisterschaften auf dem Konto. Zum selben Zeitpunkt fanden im Billardzentrum in Creidlitz zwei Nordbayerische Bezirksmeisterschaften statt, bei denen sich Folker Koch im Einband und Horst Hoffarth in der Freien Partie in einem starken Teilnehmerfeld deutlich durchsetzten. Diese Ergebnisse zeigen einmal mehr, dass der Trend bei den Billardfreunden Creidlitz-Coburg ungebrochen nach oben geht. Nun heißt es aber wieder umschalten und sich voll auf das Wochenende konzentrieren, an dem es in der Bundesliga zu starken Gegnern nach Krefeld und Goch geht. rm