Stephan Herbert Fuchs

Beim schönsten Tag im Leben darf nichts schief gehen, nichts sollte dem Zufall überlassen werden. Vielmehr sind geschickte Hände gefragt, damit der Hochzeitstag rundum gelingt. Die vielen Helfer sind in der Regel Handwerker, Friseure etwa oder Maßschneiderinnen, Bäcker für die Hochzeitstorten und viele andere mehr.
Sie alle haben sich zum Tag des Handwerks in Oberfranken zusammengetan, um auf der Landesgartenschau in Bayreuth mit "lebenden Werkstätten" zu demonstrieren, was Handwerk alles machen kann.
Es geht um die Vielfalt, sagte Präsident Thomas Zimmer von der Handwerkskammer. Deshalb habe man die außergewöhnliche Idee des Obermeisters der Bayreuther Friseurinnung, Volker Bomblies, gerne aufgegriffen, einmal zu zeigen, "wie eine Braut entsteht".


Große Herausforderungen

Vor den Augen vieler Besucher auf der Landesgartenschau demonstrierte deshalb eine ganze Reihe von Betrieben, welche Herausforderungen mit einem Hochzeitstag verbunden sein können. "Der Hochzeitstag soll schließlich für Braut und Bräutigam zum schönsten Tag des Lebens werden", so Zimmer. Das Handwerk spiele dabei eine große Rolle.
Von der Hochsteckfrisur über das maßgeschneiderte Brautkleid, den individuellen Schmuck hin zum Strauß, zur Torte und dem Hochzeitsfoto: Überall steckt Handwerk drin. Zahlreiche Betriebe führten dies in ihren "lebenden Werkstätten" vor. Hauptakteure waren Daniela und Magdalena, zwei Models, die während des Nachmittags in der Blumenhalle der Landesgartenschau zu perfekten Bräuten ausgestattet wurden.


Auch Friseurinnung dabei

Frisuren und Make-Up übernahmen die Bayreuther Friseurinnung mit Volker Bomblies, Julia Trippel, Meike Stephan und Christa Ernst. Die Brautkleider wurden von Profil Cut, der Innung des Maßschneiderhandwerks, gefertigt. Marion Kral aus Marktleuthen, Christine Eulefeld aus Weidenberg und Adelheid Dietel aus Goldkronach führten dabei ihre aktuellen Kollektionen vor.
Um die Hochzeitstorten kümmerten sich Alexander Zimmer und Michael Rindfleisch aus Bayreuth, Johannes Höss aus Mehlmeisel sowie Ronny Vogel, Ausbildungsmeister bei der Handwerkskammer. Der Brautstrauß wurde von Angelika Badewitz, der bayerischen Vizepräsidentin des Fachverbandes Deutscher Floristen, gestaltet. Das Hochzeitsauto wartete am Haupteingang perfekt geschmückt auf die Bräute.


"Für die Augen"

Der Brautschmuck stammte von Theresa Abel aus Creußen, einer Gold- und Silberschmiedemeisterin. Den Abschluss der Präsentation, bei der das Anschneiden der Hochzeitstorte nicht fehlen durfte, bildete eine Brautmodenschau.
Das Motto der Veranstaltung, "Handwerk für die Augen", sollte auch darauf hinweisen, "dass das, was das Handwerk jeden Tag macht, auch später für uns alle sichtbar bleibt", sagte Präsident Zimmer. Das Handwerk entwerfe, entwickle, baue und produziere verschiedenste Gegenstände, Produkte, Häuser und vieles mehr.
"Handwerk für die Augen", das bedeute eben auch Gestaltung. Dafür hätten auf der Landesgartenschau schon die Bayreuther Innungen mit ihrer selbst entworfenen und gebauten Brunnenanlage vor der Blumenhalle gesorgt.