Das hat nun fast etwas zu gut funktioniert: Die Regalbretter des öffentlichen Bücherschranks im Rathaus sind beinahe leer und warten dringend auf "Frisch-Buch-Futter". "Also: Heimische Bücherschränke durchgeschaut und alles, was man selbst nicht mehr lesen mag, ab in den öffentlichen Bücherschrank im Rathaus Maxplatz, 3. Stock", bittet die Stadtverwaltung. Wer es noch nicht kennt: Der Weg dorthin ist ausgeschildert und völlig barrierefrei über den Aufzug zu erreichen. Der Schrank ist jedermann zu den Öffnungszeiten des Rathauses zugänglich.
Das Prinzip eines öffentlichen Bücherschrank ist simpel: In einem Schrank im öffentlichen Raum wird ein Anfangsbestand an Büchern aller möglichen Themen zusammengestellt. Danach kann sich jeder einfach ein Buch nehmen und/oder eines bringen. Vorbilder dieser Form des Um- und Austauschs stehen unter anderem in München, Köln, Berlin, Hannover oder Heidelberg. Ein öffentlicher Bücherschrank bietet einen niederschwelligen Zugang zum Buch und zu Lesestoff.
Wer ein Buch lesen möchte, darf es kostenlos, anonym und ohne jegliche Formalitäten entnehmen und nach angemessener Zeit zurückbringen - oder auch behalten und/oder ein anderes Buch dafür in den Bücherschrank stellen. Man kann also jederzeit Bücher entnehmen und diese zum Lesen mitnehmen; ob man sie zurückbringt, behält, tauscht oder nicht, entscheidet jeder Nutzer selbst. Dabei stellt ein "Öffentlicher Bücherschrank" keine Konkurrenz zur Stadtbibliothek dar, er ist vielmehr eine sinnvolle Ergänzung. Ähnlich der Idee zu Bookcrossing entwickelte sich bereits in den 1990er Jahren der Gedanke, Bücherschränke zu etablieren, die jederzeit und öffentlich zugänglich sein sollten, um den Austausch von Literatur zu unterstützen. Mehr unter http://de.wikipedia.org/wiki/Öffentlicher_Bücherschrank. red