von unserem Mitarbeiter Manuel Beck

Frohnlach/Bamberg — "Aktuell fehlt uns noch etwas die spielerische Leichtigkeit", gibt Frohn-lachs Bayernliga-Cheftrainer Stefan Braungardt unumwunden zu, wo der Schuh bei seinem Team momentan am meisten drückt.
Eine Erkenntnis, die im ersten Abschnitt des zurückliegenden Oberfrankenderbys nur allzu augenscheinlich war. "Es ist uns in diesen 45 Minuten nicht gelungen, die notwendige Spielkontrolle zu übernehmen, so dass wir zumeist nur mit viel Aufwand reagieren konnten, anstatt eben selbst zu agieren", erläutert der 46-jährige A-Lizenzinhaber aus Coburg.
In diesem Zusammenhang ist es Braungardt allerdings zu pauschal, die erwähnte Halbzeit unkommentiert als schlecht und die Phase zwischen Wiederanpfiff und Spielende allgemein als gut zu bezeichnen: "Während wir unseren eigentlichen Matchplan zunächst nicht umsetzen konnten, haben wir unsere Vorgehensweise umgestellt und vermehrt mit langen Bällen operiert", erkannte der Übungsleiter bei seinen Akteuren die notwendige Flexibilität, die auch auf dem Kunstrasenfeld in Bamberg erforderlich sein wird.
Auf dem ungewohnten Geläuf, welches in seinen Augen für die regelmäßig darauf kickenden Hausherren einen nicht zu unterschätzenden Vorteil darstellt, wird indes Alexander Eckert wieder mit von der Partie sein, der zuletzt wegen einer schmerzhaften Zehenverletzung pausieren musste.
"Im Defensivverbund ist es uns im Vergleich zur Vorsaison jedoch schon gelungen, uns zu verbessern", ist Braungardt vielmehr auf der Suche nach dem richtigen Schlüssel in der Offensive.
Dort haben seine Kicker bislang kaum klare Einschussgelegenheiten kreierten. Ein Manko, dass im Training ausgemerzt werden soll. In diesem musste jedoch Max Weinreich zuletzt kürzer treten, der gegen Forchheim sein Comeback feierte, aber dabei auf die zuvor lädierte Schulter fiel.
"Wir waren bis Dato läuferisch stets auf der Höhe und auch Rückstände haben wir schon zweimal aufgeholt, was beweist, dass die Moral der Truppe absolut intakt ist", weiß Braungardt, dass es seiner Mannschaft gut täte, wenn es ihr gelänge, am heutigen Abend erstmals in dieser Spielzeit in Führung zu gehen.
Ein entsprechendes Tor, dass hat der Treffer von Tevin McCullough im Duell mit dem Jahn aus Forchheim gezeigt, gäbe Kapitän Bulat und Co. den ersehnten Auftrieb, um auch in der Domstadt bestehen zu können.
Abschließend ist es Braungardt so nämlich wichtig zu betonen, dass die Wildensorger zwar mit drei Pleiten einen denkbar schlechten Start erwischten, aber die Elf von Coach Gerd Schimmer trotzdem für einen Aufsteiger außerordentlich stark besetzt sei.
Im DON Bosco-Kader stehen mit Christoph Kaiser und Tobias Eichhorn zwei Routiniers, die schon beim VfL spielte. Trotzdem peilen die Gäste aus dem Coburger Land in der Fremde ihren Premierendreier an, um in dieser Runde eben nicht durchweg im Tabellenkeller fest zu hängen.