Immerhin! Die Fußballer des VfL Frohnlach II zeigten gestern Abend Charakter und besiegten den SV Euerbach/Kützberg mit 3:1 (2:0). Trotz der vielen "Nebenschauplätzen" rund um das Willi-Schillig-Stadion gelang es der Mannschaft von Trainer Oliver Müller an ihr Limit zu gehen.
Nach dem Dreier beträgt der Rückstand auf den gestrigen Gegner SV Euerbach/Kützberg, der den ersten Relegationsplatz inne hat, nur noch vier Punkte.
Ob die VfL-Mannschaft im Falle der sportlichen Qualifikation nach Punktrundenende auch tatsächlich in die Relegation starten darf, steht allerdings noch nicht fest. Sollte nämlich das Team, wie vom stellvertretenden Vorsitzenden Klaus Schillig angekündigt, nach der Saison vom Spielbetrieb zurückgezogen werden (siehe dazu auch oben stehenden Bericht), wäre eine Saisonverlängerung für die "Rasselbande", sinnlos und sicher nicht im Interesse des Bayerischen Fußballverbandes.
Zum gestrigen Spiel: Die "Blau-Weißen" legten einen Blitzstart hin. Lukas Werner und Dominik Lauterbach nutzen die ersten Chancen zur beruhigenden 2:0-Führung. Werner profitierte von einem Stellungsfehler in der Gäste-Abwehr, nahm eine Göhring Hereingabe perfekt an und schloss gekonnt ab (9.). Lauterbach versenkte das Leder nur vier Minuten später aus 20 Metern unter die Latte. Ein Start nach Maß.
Die geschockten Gäste stellten dann bis zur Pause das aktivere Team, versiebten in der Schlussphase des ersten Durchgangs jedoch zwei gute Möglichkeiten zum Anschlusstreffer.
Auch nach der Pause drängten die Gäste auf das 1:2, doch die Frohnlacher standen gut und ließen vorerst wenig zu. Als nach knapp einer Stunde dann doch May plötzlich allein vor Edemodu stand, behielt der Frohnlacher Schlussmann im Eins-gegen-Eins die Oberhand.
Die Partie wurde härter, die Verwarnung häuften sich, insgesamt zückte der Unparteiische sieben gelbe und eine gelb-rote Karte. Die Platzherren lauerten jetzt auf Konter, spielten diese jedoch nicht gut aus, zudem hatte Beland sein Visier noch zu hoch eingestellt (61.).
Mit dem eingewechselten Ex-Frohnlacher Rogers setzte der SV alles auf eine Karte, doch Zählbares sprang nicht heraus, auch weil Heinisch Gelb-Rot sah. Beland machte mit dem dritten Tor zehn Minuten vor Schluss alles klar. Das Ehrentor von May kam zu spät (86.). ct