von unserem Mitarbeiter  Horst Lange

Baunach — Ihre Haushaltssatzung verabschiedete die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Baunach für das Haushaltsjahr 2015. Kämmerer Bernhard Weber erläuterte Interessantes zur Bevölkerungsentwicklung und zur Flächengröße der VG Baunach. Zum 31. 12. 2013 wohnten in der Verwaltungsgemeinschaft 8131 Menschen, 1970 waren es nur 6345 und 1986 schon 6727 Bewohner, was einem Zuwachs von 1404 entspricht. Erstaunen auch beim einen oder anderen VG-Mitglied angesichts der Flächengröße: Die Gesamtfläche beträgt 65,88 Quadratkilometer und ist damit größer als die der Stadt Bamberg mit 54,58 Quadratmetern.
Der Verwaltungshaushalt der VG umfasst in diesem Jahr 2 109 760 Euro, was einer Steigerung von 100 760 Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Schuldenstand steigt

Der Vermögenshaushalt hingegen sank um 7,84 Prozent auf nun 256 780 Euro. Die Ausgaben des Verwaltungshaushaltes setzten sich schwerpunktmäßig aus den Personalausgaben für insgesamt 20,55 Beschäftigte (1090.245 Euro), dem Unterhalt, der Ausstattung, Bewirtschaftung, Mieten und Pachten mit 445 000 Euro sowie der Schülerbeförderung mit 500 355 Euro zusammen.
Der Schuldenstand wird sich zum 31.12.2015 auf 358 491 Euro erhöhen, dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 43,95 Euro. Einstimmig stimmten die VG-Mitglieder der Geschäftsordnung für die Gemeinschaftsversammlung zu, nachdem diese schon in einer Bürgermeisterbesprechung mit allen vier Ersten Bürgermeistern vorabgestimmt worden war.
Bewährt habe sich, so VG-Vorsitzender Ekkehart Hojer, die VG-Discobuslinie, die von Stettfeld über Appendorf und Baunach nach Unterpreppach führt. Diese wurde von September 2014 bis April 2015 von 1390 jungen Menschen genutzt, 29 Fahrten wurden durchgeführt, die Kosten pro Nutzer betrugen 1,46 Euro, die VG bezuschusste die Discobuslinie mit insgesamt 2.033,13 Euro.
Wer sich in der VG Baunach nun trauen lassen will, hat fast die freie Auswahl: Neben den Ersten Bürgermeistern der Gemeinden wurden nun auch der Zweite Bürgermeister von Baunach, Peter Großkopf, und Kämmerer Bernhard Weber zu weiteren Standesbeamten des Standesamtes Baunach bestellt.

Gemeinsames Ferienprogramm

Unterschiedliche Meinungen hatten die VG-Mitglieder bezüglich eines Antrages von Sabine Saam für die CSU-Fraktion, die sich an der Bezuschussung des Kinderferienprogramms ereiferte. Hatte bislang der Stadtrat Baunach pro teilnehmenden Kind 2,50 Euro bewilligt, reduzierte man nun diesen Betrag auf VG-Ebene auf einen Euro. Der Lauterer Bürgermeister Armin Postler (CSU) wollte die Höhe des Zuschusses durch einen eigenen Gemeinderatsbeschluss regeln, Reckendorfs Bürgermeister Manfred Deinlein (SPD) sah auch das eigene Interesse der Vereine, sich mit Ferienprogrammaktionen Nachwuchs zu sichern. So stimmte die VG-Versammlung am Ende dem Vorschlag des Vorsitzenden bei drei Gegenstimmen zu, es zunächst bei einem gemeinsamen Ferienprogramm zu belassen, die Höhe der Zuschüsse aber den einzelnen Gemeinden anheimzustellen.