Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Bad Brückenau, zu der die Kommunen Geroda, Oberleichtersbach, Riedenberg und Schondra gehören, hat einstimmig den Haushaltplan für 2017 verabschiedet. Der ausgeglichene Etat für das kommende Jahr hat ein Volumen von mehr als einer Million Euro, wovon knapp 958 000 Euro auf den Verwaltungs- und 58 000 Euro auf den Vermögenshaushalt entfallen. Bereits seit Januar 2015 ist die VG schuldenfrei. Und an dieser erfreulichen Tatsache wird sich nach Aussage von Kämmerer Lothar Ziegler auch in Zukunft erst einmal nichts ändern.


79 Prozent Personalkosten

Den größten Posten machen nach wie vor die Personalkosten aus, die allein rund 79 Prozent des Verwaltungshaushaltes betragen. Sie liegen rund 23 000 Euro über dem Haushaltsansatz des Vorjahres und basieren in erster Linie auf den allgemeinen Lohnerhöhungen.


Neues EDV-Programm

Die im Vermögenshaushalt eingesetzten Mittel von 58 000 Euro werden laut Ziegler größtenteils für den Wechsel des derzeitigen EDV-Programms für das Finanzwesen erforderlich. Geld würde darüber hinaus für ein neues Sicherheitssystem, eine neue Telefonanlage und eine neue Firewall benötigt. "Die Finanzierung der Ausgaben des Vermögenshaushalts erfolgt durch die vorgesehene Rücklagenentnahme", informierte der VG-Kämmerer.
Nach der Erläuterung weiterer Details bilanzierte Ziegler, dass der ungedeckte und somit umlagefähige Ausgabebedarf nach dem Haushaltsansatz des Vorjahres knapp 787 000 Euro betragen habe. Nach Abgleich des Verwaltungshaushaltes 2017 belaufe sich der ungedeckte Bedarf auf fast 820 000 Euro. Bei einer Einwohnerzahl von 5614 Bürgern (Stand 31. Dezember 2015) ergibt sich eine VG-Umlage von 146 Euro pro Person, was einer Erhöhung von fünf Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht. Wegen noch fehlender Zahlen aus 2016 wurden auf einstimmigen Beschluss der Gemeinschaftsversammlung für die Erhebung der VG-Umlage die Daten von Ende 2015 herangezogen.


Fünf Haushaltspläne in einer Hand

Der Gemeinschaftsvorsitzende Dieter Muth dankte dem Kämmerer für die hervorragende Arbeit. Man müsse immer bedenken, so der Oberleichtersbacher Bürgermeister, dass Ziegler für insgesamt fünf Haushalte zuständig sei, nämlich sowohl für den VG-Etat als auch für das jeweilige Werk der vier Mitgliedsgemeinden. Muth machte noch einmal deutlich, dass man um das Thema Sicherheitsmanagement in der Administration und die damit verbundenen Ausgaben nicht herum komme. Vor diesem Hintergrund soll ein Zuschussantrag gestellt und eine Zweckvereinbarung mit dem Landkreis getroffen werden.


Viel zu tun

Die Arbeit der VG-Beschäftigten, so der Gemeinschaftsvorsitzende in seinem Resümee, werde in der Öffentlichkeit oft gar nicht richtig wahrgenommen. Dabei hätten die 14 Angestellten und ein Auszubildender im Laufe eines Jahres sehr viel zu tun. Neben den Bürgermeisterdienstbesprechungen waren 2016 allein 80 Sitzungen vorzubereiten und 70 Bauanträge sowie diverse andere Grundstücksangelegenheiten abzuwickeln. Darüber hinaus dokumentierten die Mitarbeiter 37 Geburten, 27 Eheschließungen und 42 Sterbefälle. "Es ist beachtlich, was da geleistet wird", sagte Muth und bedankte sich sowohl bei den Bürgermeisterkollegen als auch bei allen Mitarbeitern der Verwaltung mit Geschäftsleiter Alois Dorn an der Spitze für deren Engagement. Die Arbeit des Vorsitzenden würdigte sein Stellvertreter, Schondras Rathauschef Bernold Martin.