von unserem Mitarbeiter Klaus-Peter Wulf

Untersteinach — Die Verabschiedung des Haushalts 2015 mit einem Gesamtvolumen von 1,15 Millionen Euro stand im Vordergrund der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach. Der Verwaltungsetat schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 1,065 Millionen, der Vermögensetat mit 82 800 Euro. Diese Summe wird diesem auch vom Verwaltungshaushalt zugeführt.

Personal und EDV kosten viel

Die Verwaltungsumlage zur Finanzierung des nicht durch sonstige Einnahmen gedeckten Bedarfs erhöht sich auf 776 000 Euro und steigt damit gegenüber dem Vorjahr um rund 81 000 Euro. Die VG-Umlage pro Kopf der 4388 Einwohner steigt damit um 18,58 Euro auf 176,82 Euro. Die VG-Vorsitzende, Ludwigschorgasts Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani, begründete dies mit den sich um rund 40 000 Euro erhöhenden Personalkosten, der 20 000 Euro teuren Verbesserung der EDV-Verkabelung und dem Abbau der Restsumme von rund 48 000 Euro des Sollbetrags von 81 211 Euro aus dem Haushaltsjahr 2013.
Kämmerer Harald Kleiber gab außerdem zu bedenken, dass die Kosten auch auf immer weniger Einwohner verteilt werden müssen. Zudem sei die Verwaltungsgemeinschaft weiterhin schuldenfrei. Einstimmig verabschiedete die Gemeinschaftsversammlung den Haushalt und die Finanzplanung bis 2017.
Die Gemeinde Untersteinach muss mit ihren 1856 Einwohnern eine VG-Umlage von 328 188 Euro (plus 34 334 Euro gegenüber 2014) stemmen. Auf Kupferberg - 1033 Einwohner - kommen 182 662 Euro (18 881 Euro) zu. Ludwigschorgast - 980 Einwohner - hat 173 289 Euro (17 737 Euro) aufzubringen, Guttenberg - 519 Einwohner - ist mit 91 772 Euro (9959 Euro) dabei.

Kein Mitteilungsblatt für alle

Gegen die Stimme von Markus Weigel, Untersteinach, wurde der Gedanke verworfen, ein gemeinsames Mitteilungsblatt auf VG-Ebene herauszugeben. Eine klare Absage kam von Doris Leithner-Bisani in ihrer Eigenschaft als Ludwigschorgaster Bürgermeisterin: "Im Markt wird einmal jährlich auf ehrenamtlicher Basis eine Veröffentlichung herausgegeben, in der sich jeder Verein darstellen kann. Das reicht völlig aus." Klipp und klar stellte sie auch fest, dass das Personal nicht zusätzlich noch Gemeindenachrichten auf VG-Ebene bearbeiten könne. Auch für ihren Guttenberger Kollegen Eugen Hain reichte das zwei Mal jährlich erscheinende "Blättla" aus.
"Wir wissen nun nach der VG-Entscheidung, dass wir ein mögliches Untersteinacher Mitteilungsblatt alleine stemmen müssen. Die Entscheidung über den WGU-Antrag werde auf der Gemeinderatssitzung am 19. Februar fallen", sagte Bürgermeister Volker Schmiechen.