Eine Veranstaltung mit Höhen und Tiefen liegt hinter dem Rallye-Team Dinkel und der Service-Crew. Nach dem Ausfall bei der AVD-Rallye Sachsen musste der Brose Skoda Fabia S2000 komplett revidiert werden, um in Lübbecke zur Rallye Stemweder Berg konkurrenzfähig zu sein.
Die Gegner bei der ADAC Rallye Stemweder Berg um den Kampf in der Deutschen Rallyemeisterschaft waren beim letzten Lauf der ersten Halbzeit alle am Start. Fabian Kreim und Christian Frank auf Skoda Fabia R5 und auch Christian Riedemann mit Lara Vanneste auf Peugeot 208 T16 R5.
In der Klasse von Dominik Dinkel und Christina Kohl gingen elf Teams, darunter sechs der bärenstarken R5-Fahrzeuge, an den Start. So stieg der Druck auf den jungen Rossacher.
Die Straßen verschlammt, abgeknickte Bäume und viele Äste und Laub waren das Ergebnis des Unwetters vom Vorabend. Der Serviceplatz in Lübbecke blieb von neuen Unwetter verschont.
Die erste Wertungsprüfung "Lashorst" war ein Rundkurs mit 14,01 km Länge. Mit nur fünf Sekunden Rückstand setzten sich Dinkel/Kohl auf den zweiten Platz im Gesamtklassement. Der Verfolger Riedemann kam zeitgleich dahinter. Die zweite Prüfung "Bad Holzhausen" mit 8,51 Kilometern wr völlig verregnet. Das kurze Schotterstück gleich nach dem Start wurde immer schlammiger. Für den jungen Rossacher waren das "seine Bedingungen" und er kam nur mit 2,8 Sekunden Rückstand an. Mit nur 9,9 Sekunden auf Kreim und 20 Sekunden vor Riedemann ging der erste Renntag zu Ende.
119,54 WP-Kilometer standen am 2. Tag auf dem Programm. Die ersten 8,93 Kilometer konnten fast im Trockenen absolviert werden. Auf der zweiten Prüfung, dem Rundkurs "Buschmannsort", kam der regen wieder. Die Teilnehmer hatten alle Hände voll zu tun, um auf der Strecke zu bleiben.
Der Abstand auf den führenden Fabian Kreim hatte sich vergrößert, aber Dominik Dinkel schaffte es trotz einer nicht perfekten Reifenwahl Christian Riedemann mit 14 Sekunden Abstand hinter sich zu halten.
Nach dem Service konnte Dinkel die Zeiten von Fabian Kreim wieder besser mitgehen. Christian Riedemann legte einen Zwischenspurt hin und fuhr eine Bestzeit nach der anderen. Er ging an Dinkel /Kohl vorbei. Im zweiten Durchgang "Buschmannsort" griff der junge Rossacher an. Er holte sich die Bestzeit und verkürzte auf vier Sekunden.
Nach einem Fahrfehler von Christian Riedmann lagen Dominik Dinkel und Christina Kohl auf einem hervorragenden zweiten Platz im Gesamtklassement. Aber die Bedingungen wurden immer schlechter. Der Brose Skoda Fabia S2000 lief dennoch wie am Schnürchen.


Abbruch musste sein

Nach der 10. Prüfung entschied sich die Rennleitung zum Abbruch. Die WP elf wurde zur Powerstage und es gab für die ersten Drei Zusatzpunkte. Hier konnten Dinkel /Kohl für die zweite Zeit noch zwei Zusatzpunkte ergattern. Die zwölfte Wertungsprüfung wurde von den verbliebenen 37 Teilnehmer (gestartet 66) in langsamen Tempo durchfahren. So konnten sich Dominik Dinkel und Christina Kohl nach dem Ausfall beim Debüt im Vorjahr mit der ADAC Rallye Stemweder Berg versöhnen.
Mit diesem Spitzenergebnis bedanken sich die beiden auf ihre Weise und lassen mit Spannung auf die zweite Hälfte der Rallye-Saison blicken. In Kontakt zur Spitze geht es auf dem dritten Platz in der deutschen Meisterschaft am 15./16. Juli nach Thüringen.
Punktetabelle DRM zur Halbzeit: 1. Fabian Kreim und Christian Frank auf Skoda Fabia 104 Punkte: 2. Christian Riedemann und Lara Vanneste Peugeot 83; 3. Dominik Dinkel und Christina Kohl Brose Skoda Fabia 69; 4. Yannick Neuville und Jürgen Heigl Skoda Fabia 41; 5. Peter Corazza und Jörn Limbach Mitsubishi Lancer 34.