Mit durchaus wachem Auge beobachtet die Stadt Neustadt die Planungen in der Nachbarstadt Rödental. Vor allem, wenn es um großflächigen Einzelhandel geht. Bei der Sitzung des Stadtrats am Montagabend hatte das Gremium zu den Plänen für einen zu aktualisierenden Bebauungsplan Stellung zu nehmen. Im Grunde geht es darum, viele Einzelpläne im Industriegebiet West von Rödental zu einem neuen Bebauungsplan mit der Bezeichnung "Gewerbegebiet an der A 73" zusammenzufassen. Die Teilpläne wurden seit 1970 immer weiter ergänzt. Nicht zuletzt auf Bestreben der Regierung von Oberfranken hat die Stadt entschieden, dafür einen neuen Bebauungsplan aufzustellen. Dem steht Neustadt positiv gegenüber. Was die Nachbarstadt aber stört, ist eine Angabe zu den Verkaufsflächen im neuen Plan. Deshalb heißt es in der Neustadter Stellungnahme unter anderem: "Wir gehen davon aus, dass offensichtlich aus Versehen die Verkaufsfläche für das Plangebiet M mit 5000 Quadratmetern festgesetzt wurde, und eine Korrektur der Verkaufsfläche auf 3500 Quadratmeter, entsprechend dem Vergleich des Bayerischen Verwaltungsgerichts Bayreuth vorgenommen wird." Ein Fehler, der in der Rödentaler Verwaltung allerdings bereits erkannt und abgestellt wurde, wie Bauamtsleiter Günter Benning auf Anfrage bestätigte.


Ja zum Zweckverband

Der Stadtrat beschloss, dem Zweckverband Museen Coburger Land beizutreten, der künftig die Trägerschaft über das Gerätemuseum in Ahorn und das Museum der Deutschen Spielzeugindustrie in Neustadt übernehmen soll. Die Verbandssatzung wird anerkannt. Allerdings erfolgt der Beitritt Neustadts nur unter der Voraussetzung, dass nun auch alle anderen Mitglieder des Zweckverbandes beitreten und die Satzung beschließen.
Mit nur einer Gegenstimme von Thomas Büchner (ÖDP) stimmte der Stadtrat für eine Änderung des Flächennutzungsplanes "Solarpark Birkig II". Die Bürgerbeteiligung erfolgte bereits mit einer Anhörung im Februar 2016. Gleichzeitig wurden die Träger öffentlicher Belange schriftlich am Verfahren beteiligt. Der Plan war zuletzt von Mitte Dezember bis Mitte Januar öffentlich ausgelegt. Mit der jetzt erfolgten Zustimmung durch den Stadtrat ist der Solarpark seiner Umsetzung einen Schritt näher.


Elke Köhn folgt auf Heini Luthardt

Weil Heini Luthardt aus gesundheitlichen Gründen seinen Platz in der SPD-Fraktion des Stadtrats aufgegeben hat, rückte Elke Köhn als erste Listennachfolgerin gemäß den Ergebnissen der Kommunalwahl auf seinen Platz nach. Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) vereidigte sie am Montag vor Beginn der Sitzung als neues Mitglied des Gremiums. Sie nimmt künftig auch in den Senaten und Ausschüssen im Wesentlichen die Plätze ein, die bisher Heinrich Luthardt eingenommen hat.