Vier Runden stehen in der Bezirksliga Ofr./West noch auf dem Terminzettel - und vor Spieltag Nr. 27 spricht aufgrund eines Sieben-Punkte-Vorsprungs sehr viel für die Meisterschaft des FC Lichtenfels. Spannend aber ist der Kampf um Platz 2 zwischen dem TSV Mönchröden (gegen den FC Oberhaid) und den Verfolgern SpVgg Ebing und SV Merkendorf. Beide treten heute in Ebing gegeneinander an. Nachbarn unter sich sind im Derby zwischen dem TSV Schammelsdorf (Platz 11) und dem SV Memmelsdorf II (13.).

SpVgg Ebing - SV Merkendorf
Viel Brisanz ist in diesem Spiel, nicht nur wegen des Derby-Charakters, sondern vor allem, weil es ein Verfolgerderby ist. Denn nur der Sieger kann sich noch berechtigte Chancen auf Platz 2 machen. Die besseren Karten haben die Ebinger, die nur zwei Punkte hinter dem Aufstiegs-Relegationsrang stehen. Den Gästen hingegen fehlen bereits vier Zähler. Diese Konstellation macht die Partie so richtig spannend. Bislang konstanter traten die Hausherren auf. Beim SVM hingegen gab es schon mal unnötige Punktverluste aufgrund von Leistungsschwankungen. Dies aber heißt nicht, dass die SpVgg als Favorit in diese Begegnung geht.
Wie schätzen die beiden Trainer den Gegner ein? SVM-Coach Ralf Schmitt: "Die Ebinger sind in allen Mannschaftsteilen gut besetzt und haben mit Jan Dippold einen Goalgetter. Bei Standards sind sie überdurchschnittlich gut. Doch wir müssen auf Sieg spielen, denn nur dann haben wir noch eine Chance auf Platz 2." Heiner Dumpert betont: "Für uns beginnt mit dem Derby die heiße Endphase mit schwierigen Spielen. Heute wird es mit Sicherheit eine interessante Partie, da beide Teams gewinnen wollen. Der Gegner stellt eine kompakte Mannschaft, die in allen Teilen gut besetzt ist und speziell vorn sehr torgefährliche Akteure hat. Dass wir dennoch als Sieger vom Platz gehen wollen, versteht sich von selbst." Das Hinspiel entschieden die Hausherren mit 2:1 zu ihren Gunsten. Können sich die Gäste hierfür revanchieren?

TSV Schammelsdorf -
SV Memmelsdorf II

In diesem Nachbarderby geht es um sehr viel. Dies gilt vor allem für die Gäste, die nach einem Zwischenhoch jüngst auf der ganzen Linie enttäuschten. Gelingt den Audenrieth-Schützlingen in Schammelsdorf kein Dreier, wird für sie die Situation mehr als brenzlig. Auf der anderen Seite haben die Jungs von TSV-Coach Dominik Kauder die große Chance, mit einem Sieg einen Kontrahenten abzuschütteln. Aufgrund der zuletzt gezeigten Leistungen und des Heimvorteils spricht vieles für einen Erfolg des Neulings. Doch kann sich die Landesliga-Zweite auch wieder von ihrer anderen Seite präsentieren. Wer bringt heute den größeren Siegeswillen auf den Platz? Hinspiel: 2:3

FSV Unterleiterbach -
FC Mitwitz

Einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt haben die Unterleiterbacher mit dem 5:2-Sieg beim FC Oberhaid gemacht. Dieser war aber aufgrund der Konkurrenz-Ergebnisse auch notwendig. So muss der FSV die Konzentration weiter hoch halten und weiter punkten, denn die Relegationsränge sind nur vier Zähler entfernt. Nachlegen, so lautet die Devise von FSV-Coach James Schmitt, der den nächsten Dreier einfahren will. Gegen die Gäste aus Mitwitz ist dies durchaus drin, betrachtet man die letzten sechs Runden des FC. In dieser Zeit blieben die Föhrweiser-Schützlinge ohne Sieg bei nur vier Punkten. So wurden die Mitwitzer noch in den Abstiegsstrudel mit hineingezogen werden können, wird es sicher, so dass ein sehr kampfbetontes und intensives Spiel zu erwarten ist. Ein Unentschieden, wie beim 0:0 im Hinspiel, würde dem FCM mehr helfen als dem Gastgeber.

SpVgg Stegaurach -
TSV Weißenbrunn

Recht unglücklich endete für die Stegauracher die Erfolgsserie von fünf Spielen, aus denen sie 13 Punkte geholt hatten. Das 2:3 bei Bosporus Coburg schmerzte insofern, weil der Siegtreffer irregulär zustande kam. Wegstecken und nach vorne blicken, so lautet die Devise der SpVgg. Denn heute kann, nein müssen die Hausherren wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Gegen den Absteiger aus Weißenbrunn zählt für Trainer Ismail Yilmaz nichts anderes als ein Dreier. Es ist eines der wenigen Spiele, in denen die Hausherren als Favorit in die 90 Minuten gehen. Aber auch, wenn die Gäste zuletzt eine desolate Vorstellung ablieferten, unterschätzen sollten die Stegauracher, die aufgrund von Rot-Sperren dezimiert antretende Truppe nicht. Zudem gilt es sich für die 1:2-Hinspielniederlage zu revanchieren.

TSV Mönchröden -
FC Oberhaid

Der FC Oberhaid hat nun auch rechnerisch den direkten Klassenerhalt geschafft. Während also die Stretz-Truppe unbeschwert aufspielen kann, sieht es bei den Hausherren ganz anders aus. Die "Mönche" können die Meisterschaft wohl abschreiben, müssen sich aber noch voll konzentrieren, wenn sie den zweiten Platz bis zum Saisonende verteidigen wollen. So liegt der Druck in dieser Begegnung beim TSV, der die drei Punkte einfahren muss. Die Einstellung der Gäste wird sein, dem Favoriten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung Paroli zu bieten, um sich vielleicht für die 1:4-Hinspielniederlage revanchieren zu können.

TSV Meeder - SV Dörfleins
Die Fußballer Weisheit - "wenn du hinten drin steht's, hast du kein Glück" - bewahrheitet sich immer wieder. Sie trifft auch beim SV Dörfleins zu, der sich durch zwei Last-Minute-Gegentore um zwei Punkte brachte. Doch die Leistung beim 1:2 gegen Lichtenfels sollte den Christa-Schützlingen Mut machen. Sie kämpften, eine wichtige Tugend im Abstiegskampf. Dies müssen die Gäste auch heute in Meeder auf den Platz bringen. Eigentlich waren die Hausherren schon sicherer Relegationsteilnehmer. Doch durch das 1:0 in Memmelsdorf werden sie wieder an sich glauben. So wird es für die Gäste ein hartes Stück Arbeit, um als Sieger, wie beim 2:0 in der Vorrunde, vom Platz zu gehen.