Heute Abend steht für die Coburger Volleyballer der letzte Spieltag im Kalenderjahr 2015 auf dem Programm. Die Mannschaft von Trainer Itamar Stein reist dazu in die Berliner Vorstadt zu den Netzhoppers. Der bisherige Saisonverlauf der beiden Teams zeigt dabei einige Gegensätze.
Während die "VSG-Schmiede" mit sechs Siegen und 15 Punkten Tuchfühlung zur Tabellenspitze hat, liegt die Mannschaft aus Königswusterhausen-Bestensee mit nur einem Sieg und vier Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die VSG Coburg/Grub konnte das Hinspiel gegen KW in der Arena mit 3:1-Sätzen gewinnen und startete damit die Erfolgsserie.
Seit diesem Spiel konnten die Vestestäder in jedem Spiel punkten. Die VSG will im letzten Spiel die Punkte mit nach Coburg bringen. Mit viel Selbstbewusstsein aber ohne Erfolgsdruck reist die Mannschaft um Kapitän Noah Baxpöhler zu diesem schweren Auswärtsspiel.
Noah Baxpöhler: "Natürlich sieht es in der Tabellen aus, als ob wir der klare Favorit sind, aber wenn man die bisherigen Spiele der Netzhoppers betrachtet, dann sieht man, dass die Spieler auf hohem Niveau spielen. Wir sollten gewarnt sein."
Der Gegner aus Bestensee wir von Trainer Mirko Culic trainiert und kann auch einen weitgehend eingespielten Spielkader zurückgreifen. Besonders Routinier und Spielmacher Manuel Rieke und Diagonalangreifer Matthias Böhme sind die Stützen der Mannschaft.
Das Team des Tabellenzehnten konnte bisher alle Punkte in der heimischen Arena holen und sogar dem unangefochtenen Tabellenführer Berlin Recycling Volleys einen Satz abnehmen. Letztes Wochenende hatte man schon mit 2:1-Sätzen und 20:14 Punkten gegen Bühl geführt, ehe das Team um Kapitän Manuel Rieke die Partie abgab.
Die Berliner Vorstädter haben nur einen Punkt Vorsprung auf den Abstiegsplatz brauchen dringend Punkte. Die VSG Coburg/Grub dagegen schaffte es im letzten Spiel einen 1:2-Satzrückstand gegen den TV Rottenburg noch umzubiegen und zeigte, wie schon im Spiel gegen Herrsching und Düren, seine Comeback-Qualitäten. Die VSG schafft es derzeit sich voll auf die eigene Leistung zu konzentrieren und lässt sich auch von Rückständen nicht aus der Ruhe bringen.
Im Gegensatz zum Vorjahr haben die Spieler stets Vertrauen in ihre eigenen Stärken und helfen sich gegenseitig aus Schwächephasen wieder rauszukommen. Zudem hat die "Schmiede" in dieser Saison die Qualität von der Bank, weitere Impulse zu bringen, die nicht selten entscheidend für die knappen Siege (viermal 3:2) waren.
Die Mannschaft konnte bis auf den langzeitverletzten Tom Weber diese Woche vollständig trainieren und sich speziell auf die Netzhoppers vorbereiten. Trainer Itamar Stein sieht dabei immer Verbesserungspotential, vor allem bei den jungen Spielern. Er sagt: "Wir müssen konzentriert bleiben, denn unsere Siege sind auf unsere gute Trainingsarbeit zurückzuführen. Wir haben spielerisch noch einige Luft nach oben und Keiner bei uns darf denken, dass es für einen Sieg reicht, wenn wir nicht 100 Prozent Leistung abrufen.
Einige VSG-Fans werden die Mannschaft beim letzten Spiel des Jahres unterstützen und mit nach Bestensee reisen. Sie hoffen natürlich vom Bundesligateam ein weiteres Weihnachtsgeschenk in Form von Punkten unter den Weihnachtsbaum gelegt zu bekommen. ad