Der Fluch ist gebrochen: Mit 15:11 im fünften Satz siegten die Volleyballerinnen der VG Bamberg erstmals beim TB/ASV Regenstauf im Tie-Break und sicherten sich somit die ersten zwei Punkte der Saison in der Regionalliga. Dabei präsentierten sich die volley.ballarinas ganz anders als bei ihrem letzten Auswärtsspiel in Obergünzburg: Von Anfang arbeitete die Mannschaft konzentriert und zeigte bei jedem Ballwechsel vollstes Engagement - und das über eine Gesamtspieldauer von über zwei Stunden. Britta Lohneiß übernahm für die am Finger verletzte Anna Michel das Zuspiel und löste diese Aufgabe über das gesamte Spiel hinweg mit Bravour.
Bereits der erste Satz war durch viele lange und umkämpfte Ballwechsel gekennzeichnet. Kasia Trojan und Daniela Raddatz sorgten regelmäßig für die Punkte auf Bamberger Seite. Ein krachender Block von Nadine Rupp gegen Anna Rosenow brachte dann den Satzball, den sich die volley.ballarinas nicht mehr nehmen ließen und den Durchgang mit 25:23 gewannen.


Starkes Debüt von Leonie Engel

Im zweiten Satz gelang es Britta Lohneiß zunehmend, mit ihrem variablen Zuspiel den gegnerischen Block auszuspielen. Danach schlichen sich allerdings immer mehr Unkonzentriertheiten in das Bamberger Spiel, so dass Regenstauf die Führung übernahm. Trainer Bekim Aliu reagierte und brachte für die gesundheitlich angeschlagene Nadine Rupp die erst 16-jährige Leonie Engel ins Spiel. Für Engel war es der erste Einsatz in der Regionalliga und man hatte den Eindruck, dass sie nie etwas anderes gemacht hätte: Über ihre komplette Einsatzzeit hinweg agierte sie sicher und stabil in Annahme und Abwehr sowie mutig in Angriff und Block. Am Satzverlust konnte sie allerdings auch nichts mehr ändern.
Im dritten Abschnitt nahm dann Regenstauf mehr und mehr das Spiel in die Hand. Im Angriff fehlte auf Bamberger Seite die letzte Konsequenz, so dass sich Regenstauf mit 25:19 den Satz sicherte und mit 2:1 in Führung ging.
Die Gäste wollten nun den Tie-Break erzwingen. Mit starken Aufschlägen setzten sie die Regenstaufer Annahme stark unter Druck und bauten ihre Führung auf 20:8 aus. Jetzt gelang einfach alles. Mit 25:13 ging der vierte Satz deutlich an Bamberg.


Glück zur rechten Zeit

Mit dieser positiven Energie wollten die volley.ballarinas nun in den fünften Satz starten, um den Fluch der Tiebreak-Niederlagen gegen Regenstauf zu brechen. Beim 5:8 aus Bamberger Sicht wurden die Seiten gewechselt. Jetzt gaben die Gäste noch einmal alles. Beim 11:11 war der Ausgleich erreicht. Zur Nervenstärke einer Katha Schröder am Aufschlag kam nun auch das notwendige Quäntchen Glück: Ein Angriffsschlag von Leonie Engel tänzelte auf der Netzkante bis er sich entschied, ins Feld der Regenstauferinnen zu fallen - Punkt und Matchball für Bamberg. Katharina Schröder brachte nun erneut ihren Aufschlag nervenstark über das Netz, und der Regenstaufer Angriff landete im Aus, was den knappen 3:2-Sieg für die volley.ballarinas bedeutete.Voller Freude tanzten sie danach auf ihrer Seite des Spielfeldes.
Dieser Sieg gibt Auftrieb und Motivation für die kommenden Wochen. Zuspielerin Britta Lohneiß meinte: "Diesmal war es wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung - allerdings eine geschlossen gute Mannschaftsleistung." nr
VG Bamberg: Rupp, Werthmann, Engel, Schröder, Lohneiß, Badum, Trojan, Raddatz