Als einzige Mannschaft der 2. Volleyball-Liga Süd sind die Oshino Volleys des VC Eltmann noch ohne Satzverlust. Die Fans, wohl wegen des Stadtfestes in Haßfurt weniger, als von den VCE-Verantwortlichen erhofft, gingen zufrieden nach Hause. Mit 3:0 (25:17, 25:20 und 25:22) setzte sich der VCE klar gegen den GSVE Delitzsch durch.
Milan Maric, der Trainer, hatte vor dem Match die Qual der Wahl. Kapitän Sebastian Richter, Heriberto Quero, Thiago Welter, Mircea Peta, Tobi Werner und Routinier Chris Novak wurden komplett geschont, dennoch gelang den anfangs sehr selbstbewusst agierenden Gästen aus Sachsen kein Satzgewinn. Allerdings starteten sie stark und führten 6:3. Doch dann blies der wiederum sehr agile Johnny Engel zur Gegenattacke. Neuzugang Timon Schippmann legte eine saubere Aufschlagserie hin, und schon führten die Oshino Volleys nach mehreren gelungenen Aktionen mit 10:7.
Hansi Nürnberger und der gegenüber dem Vorjahr deutlich stärker spielende Nicola Poluga sorgten dafür, dass es zur zweiten technischen Auszeit bereits 16:9 stand. Der Block der Oshino Volleys stand mehrfach sehr gut, und nach dem 19:9 durch Schippmann nahm der erste Satz für Delitzsch katastrophale Dimensionen an. Poluga blockte dann zum 21:12, wiederum Schippmann sorgte mit dem 22:12 für ein Glanzlicht. Zu
Satzende ließ die Konzentration der Eltmanner etwas nach, und so kam Delitzsch noch auf 25:17 heran.
Auch im zweiten Abschnitt war der Anfang hart umkämpft, und ein Ass von Poluga zum 9:7 sorgte erstmals für einen Zwei-Punkte-Vorsprung. Bis zum 14:13 blieb es knapp, doch der erneut gut agierende Block der Eltmanner und ein Nürnberger-Kracher sorgten für die 16:14-Führung. Bis zum 19:17 blieben die Gäste dran, doch dann sorgte ein Zwischenspurt mit einem Engel-Ass für einen wiederum beruhigenden 22:17-Zwischenstand. Hansi Nürnberger legte zum 24:19 ebenfalls ein Ass nach versenkte und den zweiten Satzball zum 25:20.
Auch der dritte Satz lief ohne große Überraschungen, sieht man von der etwas aufkeimenden Sorglosigkeit der Eltmanner ab. Über die Stationen 4:2 (aufsteigender Ball Kellermann), 8:5 (Schippmann), 16:12 (Poluga) und 19:16 (Engel) entwickelte sich auch dieser Abschnitt zu einer klaren Sache, auch wenn am Ende das Team des besten Delitzschers, Benedikt Bauer, noch auf 24:22 herankam. Doch dann schraubte sich Johnny Engel nochmals in die Höhe und versenkte den Ball am Block vorbei zum 25:22.
Frank Pietzonka, der Trainer der Sachsen, gab nach dem Spiel seitens der Eltmanner Zuspieler Merten Krüger die Bestnote, und dieser durfte sich über die Ehrung zum wertvollsten Spieler freuen. Doch auch Nürnberger, Engel, Schippmann und Poluga sowie Libero Kolbe hätten das Prädikat verdient gehabt.
Nach zwei Spieltagen stehen Kapitän Sebastian Richter und seine Oshino-Volleys als einziges Team der Liga ohne Satzverlust da und freuen sich schon auf das Pokalspiel am 26. Oktober gegen Erstligist Bühl, Pokalfinalist des Jahres 2015. Dann sind die Eltmanner Außenseiter, doch nicht chancenlos. Doch nächste Woche gilt es erst einmal, in Grafing die Anfangserfolge der Saison zu untermauern, bevor am 15. Oktober die Freiburger ihre Visitenkarte im Eltmanner "Hangar" abgeben.
VC Eltmann: Poluga, Engel, Kolbe, Nürnberger, Kellermann, Schippmann, Krüger,
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