Auch in diesem Jahr holt Gisela Aha wieder eine Gruppe Tschernobyl-Kinder aus der Region Belaruc, genauer dem Dorf Bogdanow, nach Bischofsheim zum Urlaub vom "verstrahlten Alltag". Vom 27. Juni bis 18. Juli sind die acht Kinder mit ihren Lehrern in Bischofsheim zu Gast. Untergebracht werden sie in den Christlichen Gästehäusern Hohe Rhön.
Die Vorbereitungsreise, um die Kinder vor Ort auszuwählen, hat Gisela Aha vor Kurzem unternommen. Dort traf sie auch ehemalige Kinder, die schon einen Erholungsurlaub in Bischofsheim verbracht haben. "Man sieht es den Kindern an, wie gut ihnen der Aufenthalt in Deutschland getan hat. Sie wirken auch Jahre später noch kräftiger, vitaler und widerstandsfähiger." Zwei Tage besuchte sie das Dorf Bogdanow, die Schule und das Kinderheim. Gisela Aha konnte nur wieder über die Gastfreundschaft der Familien staunen. Nach Deutschland kommen in diesem Jahr Kinder aus Familien und ein Waisenkind aus dem dortigen katholischen Kinderheim.
In Weißrussland seien die Folgen des Reaktorunglücks in Tschernobyl vor 30 Jahren bis heute spürbar. Neuste Messungen zeigen nach wie vor erhöhte Werte durch radioaktive Belastungen an. Auch das Dorf Bogdanow ist davon betroffen, die Menschen leben von dem, was sie im Garten und der Landwirtschaft anbauen und ernten. Besonders von Immunschwäche betroffen seien die Kinder der neuen Generation, daher sei es wichtig, dass sie wenigstens wenige Wochen Urlaub in unverstrahlter Luft und mit unverstrahlter Nahrung erleben können.
Damit die Kinder die drei Wochen in der Rhön verbringen können, benötigt Gisela Aha Spenden, um die Übernachtungs- und die Verpflegungskosten zu decken. Auch für Reisekosten, Versicherung und Visakosten benötigt sie finanzielle Unterstützung. Spendenquittungen können über die Christlichen Gästehäuser Hohe Rhön ausgestellt werden. Wer einen Beitrag für den Urlaub der Kinder aus Weißrussland leisten möchte, möge sich mit Gisela Aha, Ahornstraße 31 in Bischofsheim, Tel.: 09772/ 8101, in Verbindung setzen.