Burgkunstadt — "Unser junger Verein hat sich gut etabliert und an Bekanntheit gewonnen. Wir sind auf einem guten Weg", stellte Vorsitzender Erhard Ströhl unter Beifall fest. Ein Gedankenaustausch und ein Einblick in das Leben von Menschen mit Behinderung standen im Mittelpunkt des ersten Unternehmer-Frühstücks, zu dem das Wirtschaftsforum Obermain-Jura eingeladen hatte. Die Werkstätten St. Joseph hatten die Premiere organisiert.
Geschäftsführer Hans Vonbrunn informierte über die 1986 ins Leben gerufenen Werkstätten St. Joseph mit ihren Standorten in Burgkunstadt, Lichtenfels und Neuensee: "Wir fördern und beschäftigen hier Menschen mit Behinderung, die wegen Art oder Schwere der Behinderung nicht, noch nicht oder nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig werden können." An den drei Standorten bieten die Werkstätten St. Joseph mehr als 500 Arbeitsplätze in den Bereichen Industriemontage, Metallbearbeitung, Verpackung, Korbflechterei, Wäscherei, Näherei, Hauswirtschaft sowie Garten- und Anlagengestaltung. "Alle reden von Inklusion, aber Voraussetzung ist doch, überhaupt wahrgenommen zu werden", betonte Vonbrunn. Viele Unternehmen nutzten bereits die Kapazitäten der Werkstätten, die sich durch angemessene Preise, Flexibilität und Qualität auszeichneten. Der Rundgang verdeutlichte, dass die Arbeitsschritte behindertengerecht auf mehrere Personen verteilt werden. Die technische Unterstützung reicht von einfachen Vorrichtungen bis zum Halbautomaten. "Wir erbringen nicht nur Dienstleistungen, sondern stellen auch selbst Produkte her, die von Bürgern erworben werden können", erläuterte der Geschäftsführer. Geöffnet ist der Laden montags bis donnerstags von 8.30 bis 16.30 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 11.30 Uhr. bkl