Ein 55-Jähriger aus Zeitlofs inserierte auf diversen Internetseiten als arbeitsuchend. Schließlich meldete sich beim ihm eine angebliche Firma Bitquick.de und bot ihm eine Tätigkeit an. Auf seinem Girokonto gingen Zahlungen von rund 26 000 Euro ein und vereinbarungsgemäß kaufte er dafür Bitcoins ein - ein im Internet übliches Zahlungsmittel. Diese wurden sogleich an eine elektronische Geldbörse übermittelt. Für seine Bemühungen durfte er sieben Prozent der jeweiligen Summe einbehalten.
Inzwischen wurden über verschiedene Banken Rückbuchungen der eingegangenen Gelder veranlasst und der 55-Jährige meldete sich bei der Polizei. Hier wurde er allerdings nicht als Zeuge, sondern als Be schuldigter vernommen. Der Arbeitsuchende wurde nämlich als sogenannter Finanzagent missbraucht. Die eingegangenen Gelder stammen von ahnungslosen Opfern von Online-Banking-Betrügern. Diese wandeln so reguläres Buchgeld in eine Online-Währung um, die weltweit verschoben und verwendet werden kann. Der Finanzagent begeht hierbei zumindest leichtfertig ein Vergehen der Geldwäsche, da er mithilft, die Spur der betrügerisch erlangten Gelder zu verwischen. pol