Schlagartig wach war am Sonntag um 7.50 Uhr ein 47-Jähriger aus Meeder, als er aus dem Schlafzimmer im Obergeschoss über das Treppenhaus ins Erdgeschoss lief und dabei einen vollkommen blutverschmierten Fliesenboden vor sich sah.
Dessen noch nicht genug, entdeckte der 47-Jährige eine ihm unbekannte Person, in eine Decke gekuschelt, auf seiner Couch. Der Bewohner des Anwesens dachte zuerst ans Schlimmste, da um die Couch herum der Boden großflächig blutverschmiert war. Er verständigte kurzerhand die Coburger Polizisten, die kurz darauf vor Ort waren. Sie weckten den ungebetenen Gast und konnten auch die Ursache seiner Verletzung ermitteln. Bei dem blutenden Hausgast handelte es sich um einen 17-Jährigen aus Ebersdorf bei Coburg, der sich irgendwann nächtens von einer Party auf den Weg in Richtung Heimat gemacht hatte. Beim Wohnanwesen des 47-Jährigen trat er kurzerhand die Terrassentür ein und verletzte sich dabei am Fuß. Aufgrund seiner starken Alkoholisierung bemerkte er seine Schnittwunde am Fuß nicht und legte sich auf das Sofa des völlig überraschten 47-Jährigen. Wegen der großen verlorenen Blutmenge durch die Schnittverletzung zogen die Ordnungshüter den Rettungsdienst hinzu, der den ungebetenen Hausgast zur weiteren Versorgung ins Coburger Klinikum brachte. Ein Alkotest bei dem 17-Jährigen erbrachte noch in der Früh um 8.15 Uhr den stattlichen Wert von 1,12 Promille. Die Antwort auf die Frage, warum der 17-Jährige sich Zutritt zu dem Haus verschaffte, blieb er schuldig. Gegen den Hausgast wird nun wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung ermittelt. pol