Kulmbach — Er hat vor zwei Woche öffentlich kritisiert, dass beim Ausbau der Flutmulde an die Radfahrer nicht gedacht wurde ("Ratlose Radfahrer an der Flutmulde", BR vom 26. Mai). Nun freut sich Rüdiger Baumann: Die Umleitungen sind ordentlich beschildert.
Grund genug für Baumann, selbst ein leidenschaftlicher Radfahrer, nun noch eine Stellungnahme abzugeben:
"Vor rund zwei Wochen hatte ich mich öffentlich geärgert über die fehlenden Umleitungs-Hinweise für Radfahrer. Auswärtige Besucher standen hilflos an den Absperrungen des unpassierbaren Flutmulden-Radweges.
Als ich nun vor ein paar Tagen aus dem Urlaub zurück kam, war ich begeistert. Herzlichsten Dank! Mittlerweile sind die Umleitungen vorbildlich beschildert und irreführende Wegweisungen entfernt worden.
Angesichts dessen fühle ich mich kleinlaut werden, denn wahrscheinlich wäre das auch ohne meinen Hinweis geschehen. Schließlich war es höchste Zeit. Die Vollsperrung bestand schon seit Monaten, die Pfingstferien hatten begonnen, der Radreiseverkehr nahm deutlich zu. Jetzt sieht es so aus, als hätte es für die Durchführung der notwendigen Maßnahmen eines Anstoßes bedurft. Daher bitte ich die Verantwortlichen um Verzeihung dafür, dass meine Worte sie nachlässig erscheinen ließen.
Warum wendet sich ein Bürger überhaupt gleich an die Medien? Der Kulmbacher Radfahrer fühlt sich als Angehöriger einer Minderheit. Seine Stimme wird so leicht überhört wie er selbst an Kreuzungen und Einmündungen von Autofahrern übersehen. Deshalb greift er in seiner Verzweiflung zum Megaphon. Vielleicht hat meine Initiative immerhin dazu beigetragen, dass zumindest für eine gewisse Zeitspanne das Bewusstsein dafür geschärft wird, dass es in Kulmbach nicht nur das Radler gibt, sondern auch den und die Radlerin." red