Zum Pro & Contra "Westumgehung Neunkirchen" vom 1. Februar:

Es ist das Letzte, was ich erwartet hätte: Nach Gemeinderatsbeschlüssen zur Westumgehung und einem positiven Bürgerentscheid zur Finanzierung der Planfeststellung durch die Gemeinde ging ich davon aus, dass die Gegner der Westumgehung die Sachlage akzeptieren. Aber weit gefehlt.
Unlängst lag ein Handzettel "Einwendungen zum Planfeststellungsverfahren" der Bürgerinitiative "Munk" vermutlich nicht nur in meinem Briefkasten. Ich bin prinzipiell nicht gegen Einwendungen. Mich stört aber die Art, wie Bürgern nahegelegt wird, vorformulierte Einwendungen zu übernehmen und lediglich durch die eigene "Betroffenheit" zu ergänzen.


Handzettel im Briefkasten

Der letzte Satz des Handzettels ist mir besonders aufgefallen. Darin verlangt "Munk" von der Baubehörde eine "zweifelsfreie" Widerlegung ihrer eigenen Einwendungen oder "entsprechende Alternativen". Sollte dies nicht geschehen, fordert "Munk" den sofortigen Stopp des Planfeststellungsverfahrens. Das aber bedeutet, dass "Munk" mit Hilfe der Einwendungen den Stopp des Planfeststellungsverfahrens und damit das Aus für die Westumgehung anstrebt.
Diese Absicht widerspricht sowohl dem Sinn der Gemeinderatsbeschlüsse als auch des Bürgerentscheids und richtet sich gegen alle Anwohner der Innerortsumgehung. Mögen meine Ausführungen dazu beitragen, dass Einwendungen im Sinne sowohl der Mehrheit des Gemeinderats als auch der Mehrheit der Bürger überwiegen.

Karlheinz Biller
Neunkirchen am Brand