Forchheim — Zu ihrem ersten Infoabend in diesem Jahr hatte die Bürgerinitiative "Für eine Südumgehung von Forchheim", kurz "ForUmB470" ins Feuerwehrhaus nach Reuth eingeladen.
Sprecher Martin Knorr zeigte sich laut einer Pressemitteilung der Initiative "begeistert vom gut gefüllten Feuerwehrhaus". Rund 80 Menschen waren demnach der Einladung gefolgt.
Am Anfang des Abends bekamen die Besucher einen Einblick in die inzwischen 23 Jahre währende Geschichte der Initiative. Als besondere Erfolge wurden in diesem Zusammenhang die Übergabe einer Petition mit über 3300 Unterschriften an das bayerische Innenministerium sowie den Fertigstellung des ersten Teils der Südumgehung im Westen Forchheims genannt.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war eine Zusammenfassung der Aktionen der Umgehungsgegner.

Deutlich über dem Schnitt

Unter der Überschrift "Zahlen, Daten, Fakten" wurde anschließend aufgezeigt, welche Verkehrsbelastungen derzeit in Forchheim, Gosberg und Weilersbach herrschen und wie die Prognose für das Jahr 2025 aussieht.
Sprecher Johannes Heinlein stellte dazu Zahlen aus den Erhebungen des bayerischen Innenministeriums,sowie der Bundesanstalt für Straßenwesen vor. "Bereits seit der amtlichen Zählung im Jahr 1990 ist das Verkehrsaufkommen in Forchheim mehr als doppelt so hoch als im bayerischen Durchschnitt.
In Gosberg liegt die Zahl aus dem Jahre 2010 um das Vierfache über dem Schnitt.
"Es gibt entlang der B 470 keine einzige Ortschaft, die derart hohe Verkehrszahlen wie Forchheim hat", machte Heinlein deutlich.

Zusammenarbeit mit Parteien

Sollte jetzt keine Lösung realisiert werden, drohe den Orten und Wohngebieten im Jahr 2025 der "ultimative Verkehrskollaps", so der Sprecher weiter.
Gegen Ende der Veranstaltung gab die Bürgerinitiative noch einen Ausblick auf kommende Aktionen. So stehen in Kürze verschiedene Gesprächstermine mit Land- und Bundestagsabgeordneten an. Ebenso soll nach der Wunsch der Initiative die Zusammenarbeit mit den lokalen Parteien weiter ausgebaut werden. red