Bei zwei Gegenstimmen wurde in der jüngsten Herzogenauracher Stadtratssitzung die Herausnahme einer geplanten Trasse zur Südumgehung Niederndorf aus dem Flächennutzungsplan (FNP) beschlossen. Wie Bürgermeister German Hacker (SPD) erläuterte, können die Stellungnahmen aus der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit damit beantwortet werden, dass es bisher noch nie eine Planfeststellung für irgendeine Trasse oder einen Korridor für eine Südumfahrung Niederndorf/Neuses gegeben hat und die Herausnahme der Taltrasse aus dem Flächennutzungsplan weder einer neuen Trasse noch der auszuführenden alternativen Prüfung widerspricht.


Widersprüche beseitigt

Mit der beabsichtigten Herausnahme der seit Jahrzehnten im FNP abgebildeten Talvariante der "Südumgehung" (weitgehend entlang der alten Bahntrasse) soll, wie schon in der Junisitzung 2016 des Stadtrats ausgeführt, ein Widerspruch zwischen zwei dokumentierten, sich unterscheidenden Planungsabsichten vermieden werden, denn die Stadt verfolgt die weiträumige Variante. Es handele sich laut Hacker also um einen rein formalen Schritt, der parallel und unabhängig von den Vorbereitungen zum Planfeststellungsverfahren stattfindet. "Es ist nicht erforderlich, eine zukünftige Trasse im Flächennutzungsplan komplett abzubilden, da sie ja planfestgestellt wird. Der FNP sollte aber auch nicht im Widerspruch zur eigentlichen Planungsabsicht stehen", erklärte das Stadtoberhaupt dazu. Mit jeweils fünf bzw. sechs Gegenstimmen wurden die Stellungnahmen beschlossen. sae