Weißenbach — "Helfen in Not ist unser Gebot!" Mit diesem Bekenntnis im Herzen leisten die Damen der Feuerwehr Weißenbach-Osserich seit nunmehr 40 Jahren einen großartigen Gemeinschaftsdienst. "Es ist mehr als bewundernswert, was unsere Feuerwehrdamen von 1975 bis heute auf die Beine gestellt haben", lobt Bürgermeister Hermann Anselstetter.
Am kommenden Wochenende feiern die tüchtigen Frauen im Rahmen eines Fränkischen Dorffestes das Jubiläum gebührend. 29 Feuerwehrdienstleistende gibt es in den zwei kleinen Dörfern, davon sind 15 Frauen, das ist schon bemerkenswert.
Neun Frauen entschlossen sich vor mehr als 40 Jahren, eine Damenwehr zu gründen. Der Gründervater war der damalige Kommandant Hermann Steinlein: "Anfangs war es nicht leicht für unsere Damen, aber durch ihre zielstrebige und gewissenhafte Durchführung der Übungen ließen sie ihre Kritiker verstummen."
Vor 40 Jahren stießen die Damen aber noch auf gehörigen Gegenwind. Doch bei einem Waldbrand am "Bühl" zeigte sich, wie wichtig diese weibliche Löschgruppe war. Der heutige Ehrenkommandant Hermann Steinlein erinnert sich: "An diesem Tag waren alle männlichen Aktiven bei der Arbeit und die Damen mussten in den Einsatz gehen. Ihrer Hilfe war es zu verdanken, dass der Waldbrand keinen größeren n Schaden anrichten und schnell gelöscht werden konnte."
Die Damenwehr hat sich längst zu einer weiblichen Bastion für Hilfsbereitschaft und freiwilligem Dienen entwickelt. Auch ihre ehrenamtlichen Leistungen für die Dorfgemeinschaft sind beispielhaft.
Ganz am Anfang hatten die Frauen nur einen Fürsprecher. Irma Steinlein: "Unser Kommandant war gleich begeistert!" Dagegen wollte der Kassier für Uniformen kein Geld herausrücken. Die Übungen vollzogen die Frauen folglich noch mit Schürze und Schlappen.
Um Geld aufzutreiben, entschied man sich zwei Jahre nach der Gründung, ein Fest zu halten. Besonderen Ehrgeiz legten die Frauen aber auch auf die Leistungsprüfungen. Irma Steinlein erinnert sich noch, dass sie zwei Mal in Folge aussetzen musste, weil sie schwanger war. Heute haben nahezu alle Frauen in der Wehr die Höchststufe erreicht. Eine hat es besonders weit geschafft: Heidi Ströhlein. Sie ist nicht nur stellvertretende Kommandantin, sondern auch Schiedsrichterin bei Leistungsprüfungen im Landkreis.
Und noch eines ist bemerkenswert: Nachwuchsprobleme kennen die Frauen nicht. Rei.