Der nächtliche körperliche Angriff auf einen Äthiopier vom 14. Dezember ist geklärt. Nach einem Hinweis aus dem Kollegenkreis verhafteten die Ermittler der Höchstadter Polizei mit Unterstützung von Beamten des Einsatzzuges Erlangen einen 37-jährigen Höchstadter und stellten dabei auch die bei der Tat getragenen Lederhandschuhe sicher, die mit den Schlag verstärkenden Quarzsandfüllungen versehen waren.
Der Schläger sitzt bereits seit Heiligabend in Untersuchungshaft. Vorausgegangen waren umfangreiche Vernehmungen mit erforderlicher Dolmetscherunterstützung, aufgrund deren der genaue Tatablauf erst rekonstruiert werden konnte.
Weitere Ermittlungen im Umfeld des Tatortes und Recherchen in den Polizeiarchiven führte auf die Spur eines 37-jährigen Landschaftsgärtners. Zwei Asylbewerber aus der Gemeinschaftsunterkunft hatten am Lappacher Weg im Bereich der Tankstelle an der Fürther Straße zufällig den Weg von vier angetrunkenen Männern gekreuzt, als einer der vier dem Äthiopier grundlos und ohne Vorwarnung mit der Faust brutal ins Gesicht geschlagen hat. Während einer der Asylbewerber in die Unterkunft zurückgeflüchtet war, rannte der blutende Geschädigte Richtung Innenstadt davon, wo er am Schillerplatz von einer Frau aufgegriffen wurde, die gleich die Polizei verständigte. Nachdem der Schläger das Opfer rassistisch beleidigt hat, steht eine fremdenfeindlich motivierte Tat für die Polizei außer Frage.
"Ich bin froh und erleichtert, dass diese feige Tat geklärt werden konnte", sagte Polizeichef Jürgen Schmeißer. red