Die Turnerinnen der TS Herzogenaurach haben mit der Tradition gebrochen und sind in diesem Jahr nicht nach Hof, sondern nach Tittmoning an die österreichische Grenze ins Trainingslager gefahren. Dort stand den insgesamt 29 Turnerinnen jedoch eine Halle zur Verfügung, in der es in puncto weibliches Geräteturnen an nichts fehlte.
Die momentan beste Bodenfläche ("Moskau", etwa 40 000 Euro), eine riesige Schnitzelgrube, eine Tumblingbahn, mehrere Stufenbarren und Sprunganlagen, etliche Schwebebalken in unterschiedlichen Größen und Matten in allen Varianten motivierten die jungen Damen und auch die zehn Trainer, so dass extrem fleißig trainiert wurde und alle eine Menge dazu lernten.
Aufgeteilt in vier Trainingsgruppen begannen die Jüngeren mit dem Erlernen von Flickflack, Salto vorwärts, Kippen und vielen weiteren Elementen. Diese Teile werden von den mittleren Jahrgängen meist schon gut beherrscht, so dass diese unter anderem den Salto rückwärts am Boden und am Barren und die Drehbewegungen am Sprung trainierten.
Die "Großen" konnten ihre schwierigen Übungsteile stabilisieren und machten zum Teil erste Bekanntschaft mit Schraubenbewegungen, die sie zum Teil schon hervorragend ausführten.
Da die TSH-Turnerinnen beim diesjährigen Sportaculum des Landkreises heute in der Aischtalhalle in Höchstadt und tags darauf bei einer Ehrungsveranstaltung des Bayerischen Innenministeriums im Adidas Lacesgebäude einen Showauftritt absolvieren, wurde auch dafür in zwei Teiltrainingseinheiten eifrig geübt.
Ein Spieleabend, ein Stadtspaziergang, ein Video- und Musikabend sowie der Abschlussabend mit wirklich kreativen und lustigen Vorführungen und Spielen der verschiedenen Gruppen rundeten das sehr gelungene Trainingslager ab.
Peter Müller