16 Schüler der Berufsfachschule Lichtenfels absolvierten im August ein mit einem Sprachkurs verbundenes dreiwöchiges Praktikum in Großbritannien. Am Freitag wurden ihnen nun ihre dort erworbenen Qualifikationen durch die Überreichung eines Euro-Mobilitätspasses bestätigt, den ihnen der Landratstellvertreter Helmut Fischer und der Organisator der Praktika, Oberstudienrat Klaus Schwarz, überreichte.
Mobilität spiele auf dem Arbeitsmarkt eine immer wichtigere Rolle, weshalb auch Praktika im europäischen Ausland immer beliebter werden, betonte Klaus Schwarz. Der Europass öffne gleichsam die Türen zum Lernen und Arbeiten in Europa und dokumentiere die im Ausland gesammelten Lern- und Arbeitserfahrungen. Für den Inhaber würden sich dadurch auch größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt ergeben. Da die meisten Firmen international tätig sind, werden von ihnen in anderen Ländern gesammelte berufliche Erfahrungen sehr geschätzt.
Der Europass ist ein europäisches Dokument, das die erworbenen Kenntnisse möglichst genau abbilden soll. Im Mittelpunkt steht dabei das Lernergebnis, es zeigt auf, was der Passinhaber weiß, versteht und in der Lage ist zu tun. Dabei kann es sich sowohl um fachliche, sprachliche, organisatorische, soziale, personale oder interkulturelle Kompetenzen handeln.


Auch Malta kommt hinzu

Klaus Schwarz hob hervor, dass er die Lernaufenthalte im Ausland schon seit 16 Jahren organisiere und dass sich diese bei den Berufsschülern großer Beliebtheit erfreuen würden. Zunächst seien die Auslandspraktika nur in Prag und Ostrau im Rahmen des Schüleraustauschs durchgeführt worden, vor drei Jahren kamen London und in diesem Jahr erstmals auch Glasgow und Bournemouth hinzu, allerdings ohne Schüleraustausch. Im nächsten Jahr wird auch noch Malta dazukommen.
Natürlich berichteten die Berufsschüler über ihre Erfahrungen während ihres dreiwöchigen Aufenthaltes in Großbritannien, bei dem sie im Allgemeinen in der ersten Woche einen Sprachkurs besuchten und in den beiden folgenden Wochen ein Praktikum in einer Firma absolvierten. Vor allem die Londoner Gruppe bemängelte allerdings, dass es sich überwiegend um sehr kleine Firmen handelte, meistens sogar nur um Ein-Mann-Betriebe. Auch die Betreuung durch die Gastgeber empfanden einige in London als ungenügend, ein Teilnehmer äußerte sich aber sehr positiv über seine Gastgeberin, die ihn nicht nur gut versorgte, sondern bei der er auch durch eine rege Konversation seine Sprachkenntnisse verbessern konnte. Nicht zu vermeiden waren natürlich in der Acht-Millionen-Stadt längere Anfahrtswege mit der U-Bahn. thi