von unserem Mitarbeiter Norbert Karbach

Untersiemau — Bereits Ende Oktober will die Deutsche Telekom mit den Arbeiten für den Breitbandausbau für schnelle Internetverbindungen in der Gemeinde beginnen. Im Gemeinderat wurden die Pläne der Trassenabschnitte vorgestellt. Grund sätzlich befürwortet das Gremium die präsentierten Trassenführungen.
Zunächst wurden bei der Sitzung die Zustimmungen zu den drei Trassenführungen östlich und westlich der Itz sowie dem Lückenschluss im Bereich der interkommunalen Zusammenarbeit in Beschlüsse gefasst. Der Bürgermeister darf die Standorte der etwa 15 Multifunktionsgehäuse bestimmen.
Lange dauerte in der Sitzung die Würdigung der Anregungen und Bedenken zur fünften Änderung des Bebauungsplans Ortszentrum Untersiemau. Ingenieur Jürgen Kittner verlas die 15 Seiten Ausführungen. Eingegangene Bedenken und Anregungen seien aufgegriffen, überprüft und umgesetzt worden.


Netto war zu spät dran

Über die IHK zu Coburg erhob die Expansions-Abteilung von Netto Marken-Discount kurzfristig Einwände gegen den Bebauungsplan: gegen den ausgelagerten Getränkemarkt von Rewe. Das Unternehmen werde die Einleitung eines Normenkontroll-Verfahrens prüfen, kündigte man an. Dazu beschloss der Gemeinderat, dass die Fristsetzung zur Stellungnahme nicht zu kurz bemessen gewesen sei. Die Firma Netto sei kein Träger öffentlicher Belange, deshalb wurde sie nicht unmittelbar angeschrieben.
In der Stellungnahme der Regierung von Oberfranken ist darauf hinzuweisen, dass die Obergenze der Verkaufsfläche auf 1350 Quadratmeter für den Einzelhandel festgeschrieben ist. Das sei bei der Festlegung der Verkaufsflächen eingehalten worden. Der Gemeinderat billigte den Änderungsentwurf in seiner Gesamtheit.
Über die Möglichkeiten einer gemeinnützigen Stiftung im Rahmen der Stifter-Gemeinschaft Sparkasse Coburg-Lichtenfels referierte Stefan Franke. Das Angebot der Sparkasse ergeht an alle Kommunen des Landkreises. So könnte eine Bürgerstiftung "Unser Untersiemau" aus der Taufe gehoben werden. Dabei wäre es von Vorteil, so Franke, dass ein Großteil der Aufgaben von Mitarbeitern der VCS übernommen werde. Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) sagte zu, das Thema aufzuarbeiten, um bald eine Entscheidung zu finden.