Schon seit einigen Jahren organisiert das Meranier-Gymnasium für die Schüler der achten Jahrgangsstufe einen sozialen Tag, um soziale Institutionen näher kennenlernen zu können. Den Schülern soll damit ein konkreter Einblick in den mitmenschlichen Aufgabenbereich unserer Gesellschaft gegeben werden.
Dies soll in der neunten Jahrgangsstufe die Entscheidung für ein freiwilliges soziales Jahr erleichtern und langfristig die berufliche Orientierung ergänzen. In diesem Jahr besuchten die MGL-Tertianer die Tagesstätte Sankt Anna des Caritas-Diözesanverbandes, um mit den Bewohnern in Kontakt zu kommen, Berührungsängste abzubauen und mit eventuell vorhandenen Vorurteilen aufzuräumen.


In verschiedenen Gruppen

Martina Proschwitz, die Leiterin der Einrichtung, erklärte den Schülerinnen, dass die Kinder und Jugendlichen am Vormittag die Maximilian-Kolbe-Schule besuchen und nach dem Mittagessen in der Tagesstätte eine ihren Bedürfnissen entsprechende Förderung, etwa im lebenspraktischen oder kognitiven Bereich oder aber zur Stärkung der kreativen und musischen Fähigkeiten, erhalten. Die Gymnasiasten wurden den verschiedenen Gruppen zugeteilt.
Natürlich wollten die meisten beim Bulldogfahren dabei sein, aber Martina Proschwitz hielt die Zuordnung geheim, damit nicht alle in die gleiche Gruppe kommen. Schließlich schafften es Samuel Müller, Christoph Streetz und Jonas Stenglein. Sie begleiteten die Kinder bei einer Fahrt durch Isling.


Froschgruppe pflegt die Zähne

Jana Neugebauer und Polina Derjagin konnten in der Froschgruppe erfahren, dass auf Körperhygiene sehr geachtet wird. Nach dem Mittagessen wurden gründlich die Zähne geputzt. Die Schülerinnen waren von ihrer kurzen Erfahrung im Umgang mit jungen Menschen mit Behinderung sehr beeindruckt und können sich durchaus vorstellen, ein freiwilliges soziales Schuljahr in der Einrichtung zu absolvieren.
Der Besuch in der Kindertagesstätte brachte den Gymnasiasten wichtige Einblicke in den Alltag von Menschen mit Behinderungen, was für sie auch wichtig im Bezug auf eine bessere Integration dieser Personen in unsere Gesellschaft war. Umgekehrt war es für die Jugendlichen und Erwachsenen der besuchten Einrichtungen eine willkommene Abwechslung, sodass beide Seiten davon profitierten.