Krum — Zum zweiten Mal in Folge geht der FSV Krum als Vizemeister der Fußball-Kreisliga Schweinfurt 2 in die Relegation zur Bezirksliga Unterfranken Ost. Am heutigen Mittwoch (18.30 Uhr) sind die Krumer beim Zweiten der Kreisliga Rhön, FC Reichenbach, zu Gast.
Dennoch ist diese Relegationsrunde für Trainer Thomas Mahr und die Seinen ungewohnt. Bisher entschieden immer einzelne Partien auf neutralem Platz, diesmal geht es in Hin- und Rückspiel ums Weiterkommen. Unter den vier Bewerbern, neben Krum und Reichenbach noch der FC Geesdorf (Vizemeister Kreisliga Schweinfurt 2) und der TSV Forst (" Schleuderplatz" Bezirksliga) wird nur ein freier Bezirksliga-Platz ausgespielt. Das Rückspiel der ersten Runde findet für die Krumer dann am Samstag, 31. Mai (16 Uhr) auf eigenem Platz statt.
FSV-Trainer Thomas Mahr hat den Gegner zwar einmal beobachtet, doch aus einem Spiel könne er keine tiefgreifenden Schlussfolgerungen ziehen, sagt er. "Aus der Erfahrung mit Mannschaften aus der Rhön heraus erwarte ich einen Gegner, der körperbetont spielt", erklärt Mahr. Seine Mannschaft und er hätten sich vorgenommen, sich erst einmal auf sich selbst zu konzentrieren.
Der neue Relegationsmodus nach der Europapokal-Wertung erfordere auch taktisch eine Umstellung. "Wir werden sicher nicht, wie wir das die ganze Saison über getan haben, erst einmal nach vorne spielen", kündigt der Trainer an, "wir haben keine Lust darauf, uns wie zuletzt in Sennfeld (2:3-Niederlage, Anm. d. Red.) immer wieder auskontern zu lassen". Wichtig für das Rückspiel sei, ein gutes Ergebnis zu erzielen, möglichst ein Tor zu schießen. Deshalb möchte er von seiner Mannschaft in erster Linie eine taktisch disziplinierte Partie sehen, in der das Abwehrverhalten schon im Sturm beginnt.
Tobias Barth, der sich in Sennfeld einen Nasenbeinbruch zuzog, dürfte heute fehlen, auch Benni Zdzieblo und Daniel Göttlicher sind angeschlagen. "Das sind natürlich wichtige Spieler für uns", sagt Mahr.
Sein Reichenbacher Kollege Marc Hartmann erklärte, er erwarte eine spannende Auseinandersetzung. "Ich sehe uns dabei nicht als Favorit, trotz des Heimvorteils, aber Krum ist auch keine Übermannschaft, die für uns unschlagbar ist", erklärte er. Sein Team muss auf Mittelfeldmotor Michael Seith verzichten, hat aber mit Lukas Nöth (21 Saisontore) und Claus Kirchner (14) gefährliche Schützen in seinen Reihen, ebenso wie der FSV Krum mit Thomas Durst (24), Max Witchen (13), Ramon Räth (12) und dem wiedergenesenen Fabian Dürrbeck. Die Gastgeber streben die Vorentscheidung heute schon an, "mit einem Vorsprung im Rücken spielt es sich leichter, und du stehst beim Rückspiel nicht so unter Zugzwang", weiß der relegationserfahrene FC-Co-Trainer Markus Bach. nof/sbp