Football? Der Sport, bei dem sich alle nur über den Haufen rennen? So lautet eines der gängigen Vorurteile über American Football. Beim Kennenlern-Tag der Bamberg Phantoms in Forchheim konnten man sich davon überzeugen, dass es bei dem Volkssport der US-Amerikaner um wesentlich mehr geht als um Rauferei.
American Football wird dank der NFL in Deutschland immer beliebter, doch statt nur den Profis beim Spielen zuzusehen, hieß es Samstag auf dem Sportgelände der Georg-Hartmann-Realschule in Forchheim: einfach mal aktiv ins Spielgeschehen eingreifen und seinen Idolen nacheifern. Tryouts, ein klassisches Probetraining eben.
Der Tag startete mit einer Aufwärmrunde, bereits hier werden erste Unterschiede zu anderen Sportarten sichtbar. Durch ständige Anfeuerungsrufe und im Gleichschritt ausgeführte Übungen wird hier das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. Im Anschluss erlernte jeder Neuling die Basics der unterschiedlichen Positionen, wie im Zirkeltraining wurden dazu sieben Stationen aufgebaut. Hier wurden die verschiedenen Skills gezeigt und unter Aufsicht ausgeführt. So lernte die Offensive Line die richtige Haltung sowie die Steps, um den Quarterback richtig zu beschützen. Dieser musste sich auf der nächsten Station gegen herannahende Gegner zur Wehr setzen. Bei den Runningbacks ging es vor allem um die Ballübergabe sowie den schnellen Antritt. Headcoach Garrett Kimler gab den Receivern eine bestimmte Laufroute vor und feuerte das Leder mit viel Schmackes in die Hände der Passempfänger. Die Cornerbacks versuchten an ihrer Station genau das zu verhindern, während die Linebacker und die Defensive Line Techniken erlernten, um schnellstmöglich am Gegenspieler vorbeizukommen.
Am Ende mussten die erlernten Fähigkeiten gleich umgesetzt werden, bei der Ultimate-Variante musste jeder Spieler stehen bleiben und sich eine Anspielstation suchen, sobald er den Ball gefangen hat. Das gegnerische Team versuchte durch Abfangen selbst in Ballbesitz zu kommen.


Da geht noch mehr

Trotz vieler Anmeldungen enttäuschte die Teilnehmerzahl etwas, nur etwa 15 Interessierte kamen, auch bei den Phantastics, der Cheerleader-Truppe, schauten nur wenig Mädels vorbei. Doch diejenigen, die dabei waren, zeigten sich begeistert. Und: Die Phantoms waren ja nicht das letzte Mal zu Gast (siehe Infobox). zme