Bamberg/Zeil — Ein 45-Jähriger hatte Mitte Januar seine 68-jährige Mutter getötet, bevor er im Bamberger Stadtgebiet von Polizisten gestellt werden konnte. Kurz nach Bekanntwerden der Tat hatte die Polizei schon damals davon gesprochen, dass der Tatort vermutlich im Landkreis Haßberge liegt. Jetzt teilt das Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth mit, dass rund einen Monat nach dem Tötungsdelikt die Sachbearbeiter der Bamberger Kriminalpolizei (Kripo) den genauen Tatort und die verwendete Tatwaffe ermitteln konnten. Das Verbrechen ereignete sich demnach in einem Waldstück in der Nähe der Stadt Zeil.
Nach Auskunft von Alexander Czech, Pressesprecher des Polizeipräsidiums, ist der Täter geständig und hat der Polizei Hinweise auf den Tatort gegeben. Allerdings mussten die Ermittler eine Suchaktion starten, bei der auch Spürhunde eingesetzt wurden, um den Tatort ausfindig zu machen. Wo genau der liegt, will die Polizei allerdings nicht mitteilen.

Mutter abgeholt und getötet

Der festgenommene Mann aus dem Landkreis Schweinfurt hatte laut Polizeibericht am Mittwoch, 15. Januar, seine pflegebedürftige Mutter aus einem Seniorenheim in Bamberg abgeholt und war mit ihr anschließend in ein Waldstück gefahren. Hier kam es zum gewaltsamen Tod der 68-Jährigen. Obwohl sich der Täter geständig zeigte, fehlten den Polizisten entscheidende Hinweise und Beweismittel. Inzwischen ist es den Kriminalbeamten laut der Pressemitteilung gelungen, den Tatort in einem Waldstück im Bereich Zeil ausfindig zu machen. Hier entdeckten die Ermittler nach Suchmaßnahmen auch einen abgebrochenen Ast, den der 45-Jährige als Tatwaffe verwendet haben dürfte. Dies bestätigen jetzt auch rechtsmedizinische Untersuchungen an dem Beweismittel, die den Beamten inzwischen vorliegen. Zu dem Motiv des Mannes machte die Polizei keine Angaben. Die weiteren Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg dauern an. red/al