Es war die "Hammerbegegnung" in der 3. Runde des DKBC-Pokals, und sie hielt, was sie versprach. In einem starken Spiel setzte sich der KC Schwabsberg gegen den Titelverteidiger SKC Victoria Bamberg mit 6:2 Mannschaftspunkten (MP) und 3794:3679 Kegeln durch. Der SKC Victoria machte ein klasse Spiel, wobei fünf Spieler die 600er-Marke übertrafen, aber gegen entfesselt aufspielende Schwabsberger war an diesem Tag kein Kraut gewachsen, da der KCS einen neuen Bahnrekord nur um fünf Kegel verpasste.
Ohne Routinier Lupu und Kapitän Wagner musste die junge Truppe des SKC Victoria die Fahrt auf die Ostalb zum KC Schwabsberg antreten. Trainer Csanyi baute seine Truppe daher gegenüber dem Spiel der Vorwoche um und brachte Manuel Weiß und Christian Jelitte, die im Startpaar auf Ronald Endraß und Rainer Buschow trafen. Von Beginn an entwickelten sich vor großer Kulisse tolle Duelle. Zwischen Weiß und Endraß fiel die Entscheidung im letzten Satz. Zu Beginn teilte man sich den Satzpunkt (SP), ehe der Schwabsberger durch ein 156:140 mit 1,5:0,5 in Führung ging. Dann setzte Weiß bereits beim Spiel in die Vollen Akzente und führte mit 103:89. Dieser Vorsprung sollte bis zum Ende bestand haben. Weiß sicherte sich Satz 4 mit 155:149 und damit auch den MP, da er mit 2,5:1,5 gewann, obwohl Endraß im Ergebnis mit 612:607 vorne lag. Im anderen Duell spielte Jelitte nicht schlecht, der Kegelschlag bevorzugte hier aber seinen Widersacher Buschow, der sich mit 2,5:1,5 SP und starken 653:619 durchsetzte.
Nun kamen Florian Fritzmann und Miroslav Jelinek für Bamberg sowie Jürgen Pointinger und Fabian Seitz für Schwabsberg zum Einsatz. Fritzmann und Pointinger lieferten sich einen tollen Schlagabtausch. Beide gewannen zunächst einen Satz. Nur aufgrund einer schlechten Kugel von Fritzmann konnte sich Pointinger den dritten Satz mit 166:164 sichern. Parallel kam nun Seitz, der sich den ersten Satz mit Jelinek geteilt hatte, immer besser ins Spiel. Mit 173:141 sicherte er sich den dritten Satz und ließ weitere 162 folgen, während Jelinek auf 143 kam. Seitz setzte sich am Ende mit 3,5:0,5 SP und 644:592 Kegeln durch. Im anderen Duell ließ nun auch Pointinger nichts mehr anbrennen. Er holte sich auch den letzten Satz und gewann damit gegen Fritzmann mit 3:1 SP und 649:615. Nun führte Schwabsberg mit 3:1 MP und 10,5:5,5 SP sowie 125 Kegeln.


Beide Bamberger steigern sich

Das war eine Herkulesaufgabe, die Julian Heß und Domink Kunze gegen Damir Cekovic und Mathias Dirnberger nun lösen mussten. Cekovic startete mit 164 und 170 richtig stark und sicherte sich damit die ersten beiden SP, da Heß auf 144 und 140 kam. Ähnlich lief es im Duell von Kunze, der gegen Dirnberger ebenfalls mit 0:2 (142:147 und 159:161 ) hinten lag. Doch nun steigerten sich beide Bamberger und drehten den Spieß um. Heß spielte 98 in die Vollen und räumte anschließend phänomenale 89 Kegel ab, was ihn auf 187 hievte, denen Cekovic 165 entgegensetzte. Anschließend hatte Heß erneut die Nase mit 161:156 vorne, ein toller Schlussspurt des Bambergers (348 Kegel). Damit glich er zwar zum 2:2 nach SP aus, aber der MP ging mit 655:632 an Cekovic. Kunze stand seinem Teamkollegen wenig nach, was die SP anging, aber an die Ergebnisse kam er nicht ganz heran. Er siegte ebenfalls zweimal mit 156:131 und 157:142, glich damit zum 2:2 aus und gewann verdient den MP aufgrund des höheren Ergebnisses mit 614:581. Somit bezwang der KCS den SKC Victoria verdient und zog in die nächste Pokalrunde ein. maha
KC Schwabsberg -
SKC Victoria Bamberg 6:2
(14,5:9,5 Satzpunkte / 3794:3679 Holz)
Endraß - Weiß (1,5:2,5) 612:607
Buschow - Jelitte (2,5:1,5) 653:619
Pointinger - Fritzmann (3:1) 649:615
Seitz - Jelinek (3,5:0,5) 644:592
Cekovic - Heß (2:2) 655:632
Dirnberger - Kunze (2:2) 581:614