von unserer Mitarbeiterin Johanna Blum

Etzelskirchen — Ihren 100. Geburtstag feierte Thea Hombach am Freitag im BRK-Altenheim in Etzelskirchen. Sie ist in Limburg an der Lahn geboren und besuchte dort das Lyceum St. Ursula. Sie heiratete später ihren Ernst, und nach dem Krieg hat es das Ehepaar, das kinderlos blieb, nach Uehlfeld verschlagen, wo sie eine Lampenschirmfabrik eröffneten.
Da Claudia Tobollas Vater die Hombachs geschäftlich als Mandanten betreute, ergab sich ein enger Bezug zur Familie. Im Jahr 1982 übernahmen die Tobollas die Firma, die im Jahr 1967 schon auf Kunststoffproduktion umgestiegen war. "Frau Hombach war die Seele und der Motor der Firma", sagt Claudia Tobolla, die sich seit Langem mit ihrem Mann Rudolf um die Jubilarin kümmert.

Bingo und Bibelkreis

Vor zehn Jahren ist Ehemann Ernst gestorben, und einige Zeit später zog Thea Hombach ins Vitanas Seniorenzentrum in Uehlfeld. Vor etwa fünf Jahren ist sie dann ins BRK-Pflegeheim in Etzelskirchen übergesiedelt.
Die 100-Jährige geht oft und gern ins Café, weil sie die Gesellschaft von anderen Bewohnern liebt. Sie ist bei Angeboten wie Gymnastik, Singen, Bingo und beim Bibelkreis dabei und liebt das Spazierengehen. "Früher spielte sie Veeh-Harfe, und im Schach war sie kaum zu schlagen", so Freundin und Betreuerin Claudia Tobolla. Als Thea Hombachs Mann noch lebte, unternahmen die beiden gerne große Reisen und waren in Spanien, Italien - wo sie sogar überwinterten -, in Marokko und Frankreich, fast überall, wo man ohne Flugzeug hinkommt. Im Alter von 60 Jahren machten beide noch den Bootsführerschein (Binnen- und See). Auch mit einem großen Wohnmobil waren sie viel unterwegs.
"Gesundheitlich ist unsere Thea für ihr Alter noch recht gut beisammen, nur das Hörgerät finden wir im Moment nicht", sagte Rudolf Tobolla schmunzelnd.