Coburg — Das Dutzend wird voll. Die 12. Spielrunde hat erneut alle acht Begegnungen zeitgleich am Sonntag um 15 im Programm. Die Teams von der Tabellenspitze treffen ausnahmslos auf Gegner aus dem unteren Bereich und auch ein Derby steht im Fokus.
Von den ersten sechs Teams haben fünf ein "leichtes" Spiel, denn es geht gegen die letzten Fünf der Liga. Aber oft entscheiden sich in den vermeintlichen Selbstläufer am Ende die Meisterschaften. Borussia Dortmund kann auch ein Lied singen gegen Underdogs wichtige Zähler im Titelrennen liegen gelassen zu haben. Derartige Patzer will sich die Kreisligaspitze nicht erlauben.


Die Führung behaupten

Spitzenreiter Sonnefeld will im Heimspiel gegen Schwabthal die Siegesserie ausbauen und weiter den Platz an der Spitze behaupten. Pfarrweisach ist vom Gejagten zum Jäger geworden. Nach der Niederlage gegen Staffelstein soll eine Reaktion beim Schlusslicht in Oberlauter folgen. Jener TSV Staffelstein muss beweisen, dass es nicht nur gegen Spitzenmannschaften läuft. Kürzlich ließ die Demirel-Elf gegen Oberlauter einen Punkt liegen und das macht Aufsteiger Schwürbitz Mut.
Das Derby zwischen dem SC Sylvia Ebersdorf und dem SV Großgarnstadt steht aber klar im Mittelpunkt des Spieltags. Lediglich ein Punkt trennt die zwei Rivalen und wer vorne ran will, darf nicht nur nicht verlieren sondern muss gewinnen.
Sylvia-Führungsspieler Markus Reißenweber hat die Kapitänsbinde des verletzten Fabian Zapf inne und berichtet, dass weitere Stammkräfte fehlen: "Mit Lukas Engelmann und Paul Lischka fallen am Sonntag nochmal zwei wichtige Akteure aus. Aber so ein Derby ist doppelte Motivation und auch der richtige Zeitpunkt, unser Potenzial mal zu zeigen!" Die Teuchert-Elf hinkt den eigenen Ansprüchen weiter hinterher und der Druck auf das Team und auch auf den Trainer wächst.
Dies könnte der große Vorteil für den SV Großgarnstadt werden, denn die Mannen um Coach Marcel Pavel können befreiter aufspielen und konnten schon im Vorjahr einen Punkt aus dem Hügelseestadion entführen.
Einen rabenschwarzen Tag erwischte zuletzt der TBVfL Neustadt/Wildenheid in Eicha und verlor neben dem Spiel auch noch Timo Renner und Maurizio Dilauro. Dies war der Tiefpunkt einer bislang schwachen Saison. Nun soll der Bock aber umgestoßen werden und gegen Ketschendorf soll ein Erfolgserlebnis her. Die Schubarth-Elf hatte nach einem tollen Lauf eine empfindliche 0:4 Klatsche gegen Sonnefeld eingefangen und natürlich hoffen die Puppenstädter, dass der SVK daran zu knappern hat.


Eicha mit neuem Selbstvertrauen

Die Spvg Eicha peilt nach dem Kantersieg auch in Einberg einen Erfolg an. Die Gückel-Truppe hat mit den fünf Treffern Selbstvertrauen getankt, aber die Rothosen spielen bislang eine tadellose Serie und könnten mit weiteren Siegen ganz vorne eingreifen.
Dieses Ziel hatte die TSG Niederfüllbach nach dem Abstieg auch, aber mittlerweile ist Abstiegskampf angesagt. Ein Sieg gegen den SV Heilgersdorf würde jedoch schon ein wenig Luft nach hinten bringen. Im Duell der Aufsteiger zwischen Ahorn und den Coburg Locals kann man keinen Favoriten ausmachen. Beide liegen mit 14 Zählern im Soll und wollen sich im Tabellenmittelfeld stabilisieren. bb