Kirchlauter — Während andere Tennisvereine Probleme mit dem Nachwuchs haben, sieht es in der Tennisabteilung des VfR Kirchlauter ganz anders aus. Rund ein Viertel der Mitglieder ist unter 20 Jahre. Viele der Jugendlichen sind mehrmals wöchentlich auf dem Platz und nehmen an besonderen Trainingseinheiten teil.
Vor 30 Jahren war ganz Deutschland im "Becker-Fieber". Das war genau die Zeit, als viele Vereine oder Abteilungen entstanden und Tennisplätze gebaut wurden. Durch die Erfolge von Boris Becker und Steffi Graf wurde Tennis zum Volkssport. Aber diese Euphorie ist längst abgeklungen. Teilweise sieht man heute noch die damaligen "Jungen" als die heutigen "Senioren" auf dem Platz, während die Jugend fehlt. Anders ist es meist nur dort, wo rechtzeitig die Bedeutung der Jugendarbeit erkannt wurde. Das ist bei der Abteilung des VfR Kirchlauter so. Die Vorsitzende der Tennisabteilung, Erika Gockler, tut mit ihrer Vorstandschaft alles dafür, dass man beim VfR Kirchlauter in Sachen Tennis auf der Erfolgsspur bleibt. "Wir haben fast 100 Mitglieder in unserer Abteilung. Davon sind etwa zwei Drittel aktiv, und ein Drittel unterstützt uns auch in passiver Weise. Besonders erfreulich ist es aber, dass unsere Kinder und Jugendlichen so aktiv dabei sind", sagt Erika Gockler. Zehn Buben und Mädchen im Alter von sechs bis acht Jahren trainieren unter Leitung von Michael Kaiser und die größere Gruppe zwischen zehn und 20 Jahren geht schon im dritten Jahr unter Trainer Rüdiger Gard dem Tennissport nach. "Das ist sicher einmalig in der ganzen Umgebung", meinte dieser stolz am Rande eines Turniers der Jugendlichen.


Frauen unter sich

Einmalig ist ein weiterer Umstand: Die Spitze der Tennisabteilung des VfR besteht ausschließlich aus Frauen. Auch spielt eine Damenmannschaft in der Kreisklasse. Derzeit plant man bereits für das 25. Jubiläum der Tennisabteilung, das im nächsten Jahr ansteht. gg