Lautertal — Die Telekom hat das Rennen im Breitbandförderverfahren um den Ausbau der Ortsteile Tiefenlauter, Neukirchen, Tremersdorf und Rottenbach gemacht. Das Auswahlverfahren ist auf großes Interesse gestoßen, es gab mehrere leistungsfähige Interessenten. Mit Spannung war deshalb das Ergebnis erwartet worden. Der Auswahlgewinner wurde über eine Bewertungsmatrix, in die neben der von der Gemeinde auszugleichenden Wirtschaftlichkeitslücke auch Endkunden preise, technisches Konzept und Servicekonzept einfließen, bestimmt.
Die Ortsteile Tremersdorf und Rottenbach dürfen sich über Glasfaser ins Haus freuen, in Tiefenlauter und Neukirchen kommt die Technik "Glasfaser zum Kabelverzweiger" zum Einsatz. Wie die Gemeinde Lautertal in einer Pressemitteilung erklärt, wird in beiden Fällen die Bandbreite auf mindestens 30 MBit/s im Down- und 2 MBit/s im Upstream verbessert, so sei die Vorgabe der Förderrichtlinie. In der Regel kommen aber meist 40 bis 50 MBit/s Down- und 8 bis 10 MBit/s Upstream an.

Es ist aber noch einiges zu tun

Die Telekom hat nun bis 2016 Zeit, die versprochene Leistung bereitzustellen. Allerdings, so Siegbert Reuther vom begleitenden Ingenieurbüro Reuther NetConsulting, müssten vorher noch weitere Hausaufgaben gemacht werden: Der Förderantrag muss gestellt, der Zuwendungsbescheid von der Regierung von Oberfranken ausgestellt und der Kooperationsvertrag unterschrieben werden.

"Eine Frage der Zeit"

Das sei aber nur noch eine Frage von Wochen und nicht von Monaten, meint der Erste Bürgermeister Sebastian Straubel (CSU) zuversichtlich. "Somit haben wir nun eine weitere wichtige Hürde im Breitbandausbau genommen. Eine leistungsfähige Versorgung in diesem Bereich gehört für die Bürger mittlerweile zur Grundversorgung", so der Bürgermeister weiter.
"Durch den Lückenschluss der Datenautobahn wird nun endlich ein jahrelanger Wunsch der Bürgerinnen und Bürger, aber auch der Verwaltung für eine kabelgebundene Breitbandversorgung für die gesamte Gemeinde Lautertal erfüllt. Das Projekt steigert noch einmal die Lebensqualität, gerade in den bisher durch LTE mit dem World Wide Web verbundenen Ortsteilen. Jetzt muss nur noch versucht werden, die Bau- und Installationsarbeiten so schnell und sorgfältig wie möglich in die Realität umzusetzen", so Breitbandpate Alexander Escher. red