Mit einem 8:0-Auswärtssieg beim Aufsteiger FSV Erlangen-Bruck hat der SKC Victoria Bamberg am vierten Spieltag der Kegler-Bundesliga zwei wichtige Punkte eingefahren. Mit einer tollen Teamleistung von 3715:3489 Kegeln war die Mannschaft von Trainer Bela Csanyi dem Aufsteiger deutlich überlegen und hatte in Florian Fritzmann den überragenden Spieler in ihren Reihen. Der junge Bischberger erzielte mit 669 Holz einen neuen Bahnrekord.
Trainer Csanyi baute sein Team erneut um, da er verletzungsbedingt auf Kapitän Uwe Wagner verzichten musste und zudem Christian Jelitte eine Verschnaufpause gönnte. So spielten am Start Florian Fritzmann und Julian Hess, die auf die Erlanger Michael Seuß und Michal Bucko trafen. Hess musste den ersten Satz mit 130:148 an Bucko abgeben. Fritzmann hatte Glück, da Seuß mit der letzten Kugel nur vier Kegel spielte und er so den Satz mit 153:152 gerade noch gewinnen konnte.


Bamberger nicht mehr zu halten

Doch nun waren die beiden Kegler im gelb-schwarzen Trikot nicht mehr zu halten. Hess bog das Match gegen Bucko noch zu einem 3:1-Sieg um und erzielte beim 595:576 ein ordentliches Ergebnis. Auf den anderen Bahnen lief derweil die One-Man-Show des Florian Fritzmann, der seinen ehemaligen Breitengüßbacher Teamkollegen in die Schranken wies. Mit 174:141, 167:138 und 175:163 holte er alle Sätze zum 4:0-Sieg. Am Ende erzielte Fritzmann einen neuen Bahnrekord mit 669 (273 abgeräumt), während Seuß bei 594 hängen blieb. Bamberg führte mit 2:0 Mannschaftspunkten (MP) und 94 Kegeln.
Im mittleren Spielabschnitt kam es zu den Duellen von Kovac gegen Lupu und Idrisoglou gegen Wilke. Zwischen dem zweiten Erlanger Neuzugang Idrisoglou und Wilke entwickelte sich ein tolles Duell, in dem der "Victorianer" mit 1:0 (151:142) in Führung ging. Doch postwendend musste er den Ausgleich hinnehmen. Beim Stand von 1:1 nach Satzpunkten (SP) nutzte der Bamberger nun eine Schwächephase des Bruckers aus und ging nach 154:129 mit 2:1 SP in Führung, bei einem Vorsprung von 24 Kegeln. Diesen Vorsprung konnte er trotz des Ausgleichs zum 2:2 verteidigen und so den MP aufgrund des höheren Ergebnisses von 610:588 einfahren.


Nicolae Lupu zeigt sich verbessert

Auch Lupu ging in Führung, musste aber wie auch Wilke postwendend den 1:1-Ausgleich hinnehmen. Lupu zeigte sich im Vergleich zu seinen letzten Spielen jedoch verbessert und gewann auch die Sätze 3 und 4. So stand für den dienstältesten Bamberger ein 3:1-Sieg bei 605:539 Kegeln. Bamberg führte mit 4:0 MP und 192 Holz.
Mit Kunze gegen Ilfrich und Gumbrecht gegen Jelinek sollte das Spiel enden. Kunze begann mit 162 und einer 1:0-Führung, während Jelinek mit 148 den ersten Satz abgab. Kunze legte mit 148:145 das 2:0 nach. Jelinek zeigte nun auch, was in ihm steckt. Nach 108 in die Vollen räumte er 77 ab und gewann mit 185:167 den zweiten Satz zum 1:1. Jetzt waren es die Erlanger, die die Akzente setzten. Ilfrich gewann mit 147:146 gegen Kunze und Gumbrecht mit 163:150.


Kunze völlig unbeeindruckt

Kunze zeigte sich völlig unbeeindruckt und gewann den vierten Satz zum 3:1-Sieg bei 609:574. Gumbrecht war der einzige FSVler, der die Chance zum Ehrenpunkt hatte, aber dafür musste er zumindest ein Unentschieden erzielen. Beide belauerten sich, keiner konnte die Schwachpunkte des anderen nutzen. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass es am Ende den Satzgewinn mit 144:136 für Jelinek gab. Damit stand es 2:2 nach Sätzen, und der MP ging mit 628:618 an Jelinek, womit der Endstand von 8:0 Mannschaftspunkten feststand. maha
FSV Erlangen-Bruck -
SKC Victoria Bamberg 0:8
(7:17 Satzpunkte, 3489:3715 Holz)
Seuß - Fritzmann 0:4 (594:669)
Bucko - Hess 1:3 (576:595)
Kovac - Lupu 1:3 (539:605)
Idrisoglou - Wilke 2:2 (588:610)
Ilfrich - Kunze 1:3 (574:609)
Gumbrecht - Jelinek 2:2 (618:628)