Zum 31. März läuft der Entgelttarifvertrag für die Beschäftigten in der bayerischen Hohl- und Kristallglasindustrie aus. Aus diesem Anlass trafen sich die Mitglieder sowie die gewerkschaftlichen Vertrauensleute der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Bezirk Mainfranken, um eine regionale Tarifforderung zu erstellen. Hierbei erläuterte der zuständige Bezirksleiter Holger Kempf die wirtschaftliche Situation und reflektierte den letzten Tarifabschluss. "Unser Ziel muss ein tragbarer Tarifkompromiss für beide Seiten sein, der sich an den bisherigen Tarifergebnissen des Jahres orientiert", so Bezirksleiter Holger Kempf. Sein Wunsch ist es, die Tarifrunde in den Betrieben durch Aktionen zu begleiten, um die Beschäftigten aktiv mit einzubinden. "Tarifaktionen bedeuteten nicht automatisch einen Konfrontationskurs, im Gegenteil. Die Beschäftigten sollen dadurch ihre Unterstützung mit der Tarifkommission signalisieren", so der Bezirksleiter weiter.


"Vier bis fünf Prozent mehr"

Nach einer kurzen, aber ausführlichen Diskussion fassten die Mitglieder der IG BCE ihre Forderungen zusammen und beschlossen diese einstimmig. Diese Forderungsempfehlung beinhaltet unter anderem: Anstieg der Löhne und Gehälter um vier bis fünf Prozent, Erhöhung der Ausbildungsvergütung um einen Festbetrag von mindestens 50 Euro; die Laufzeit des neuen Entgelttarifvertrages soll maximal zwölf Monate betragen.
In der Glasindustrie im Landkreis Kronach/Oberer Frankenwald sind insgesamt 2100 Menschen beschäftigt. Im Januar berät die bayerische Tarifkommission über die regionalen Forderungen. red