Rossach — "Die Dorfgemeinschaft darf sich sicher sein: Wenn sie uns braucht, dann sind wir Tag und Nacht da", sagte Kommandant Björn Siegel bei der Hauptversammlung der Feuerwehr im Gerätehaus.
Siegel blickte in seinem Bericht auf drei Brandeinsätze, darunter der Wohnhausbrand in Buchenrod, zurück. Unter anderem gingen auch Kreisbrandmeister Bernd Schultheiß und der Kommandant an einem frühen Morgen einem gemeldeten Brandgeruch in einem Neubaugebiet nach. Die beiden Führungskräfte konnten in diesem Fall aber Entwarnung geben.
Neben vier Arbeitseinsätzen nahm die Feuerwehr Verkehrsregelungen und Parkplatzeinweisungen bei verschiedenen Veranstaltungen vor. Im vergangenen Jahr wurde von den Aktiven wieder über 85 Stunden feuerwehrtechnischer Dienst geleistet.
Die Jugendgruppe mit acht Aktiven veranstaltete im vergangenen Jahr zum ersten Mal eine "Knut-Feier", bei der die eingesammelten Christbäume verbrannt wurden. Die Gruppe nahm am Jugendwissenstest, am Jugendzeltlager des Kreisfeuerwehrverbandes sowie an der Itzreinigung vertreten. Erfreut zeigte sich der Kommandant, dass die gute Kinder- und Jugendarbeit in der Wehr bei Kommandantentagung mit einer Urkunde der Deutschen Nationalstiftung gewürdigt wurde.
Insgesamt 102 Unterrichtsstunden wendete Diana Schultheiß auf und besuchte von November 2012 bis Juli 2014 die Ausbildung "Psychische Erste Hilfe, psychosoziale Akutbetreuung" und "Begleitung von Einsatzkräften"

Nicht alle sind immer da

Die Feuerwehr kann auf 44 Aktive zurückgreifen, darunter sind 16 Atemschutzgeräteträger. Siegel bedauerte, dass leider nur 35 Aktive aufgrund schulischer und beruflicher Verpflichtungen ihren Dienst leisten können.
Mit Stolz informierte Thomas Fischer über die "Löschzwerge" - bei der zwölf 12 Kinder, darunter vier Mädchen aktiv, sind. Im vergangenen Jahr wurden verschiedene Aktionen durchgeführt, darunter die Besichtigung der Integrierten Leitstelle und der Atemschutzstrecke in Ebersdorf. Auch die Hundestaffel des ASB besuchte die Kinder. Beim Kinderfeuerwehrtag kam die Gruppe auf den sechsten Platz. Die Arbeit trägt erste Früchte: So konnten fünf gut ausgebildete "Löschzwerge" in den Jugendfeuerwehr wechseln.
Auf die Veranstaltungen des Vereins blickte der Vorsitzende, Andreas Lebek, zurück. Da der Feuerwehr-Stammtisch, zusammen mit dem Frauenstammtisch, sehr gut angenommen werde, solle er fortgesetzt werden. "Dabei wollen wir alte Fotos der vergangenen Jahre zeigen", kündigte der Vorsitzende an. Er verband damit die Bitte an die Mitglieder, nach alten Fotos zu suchen. Das Feuerwehrhaus wurde von den Ortsvereinen und Feuerwehrangehörigen für Versammlungen und Feiern genutzt. Heuer möchte die Feuerwehr einen Unterstellplatz für Mülltonnen bauen und eine Hecke pflanzen. Auf dem Programm steht zudem der Kauf von Feldbetten und Parkas. Einen Wunsch gab es auch: Der Bauhof möge doch das Hallentor mit neuer Farbe auffrischen.
Kreisbrandmeister Bernd Schultheiß ging auf die erfreulich reibungslose Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren Püchitz (Landkreis Lichtenfels) und Großheirath ein. Lobenswert seien die gute Kinder- und Jugendarbeit sowie der gute Ausbildungsstand der Aktiven.
Die dritte Bürgermeisterin, Gabriele Möslein-Treiber (CSU), zeigte sich beeindruckt von den zahlreichen Tätigkeiten des Feuerwehrvereins und der Aktiven: "Die Feuerwehr ist ein ein wichtiger Pfeiler im Vereinsgeschehen des Ortes." mst