Kirchenlaibach — Mit einer 3:6-Niederlage kehrten die Landesliga-Fußballer des SV Friesen vom Gastspiel beim TSV Kirchenlaibach/Speichersdorf zurück. Wer zum Saisonausklang einen müden Alibikick erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt. In einem Spiel, in dem es sportlich um so gut wie nichts ging, machten die 28 eingesetzten Akteure stattdessen Werbung für Landesliga-Fußball. Neun sauber herausgespielte Tore - die Zuschauer kamen auf ihre Kosten.

Viele Friesener Chancen

Freilich ging man nicht mit kompromissloser Härte zur Sache, aber verlieren wollte keiner. So entwickelte sich ein munteres Spiel, bei dem Friesens Schubart in der 4. Minute die erste Torgelegenheit hatte. Engagiert kämpfte man um jeden Ball, blieb aber stets fair. Chancen gab es auf beiden Seiten, mehr vielleicht sogar für die Gäste. Doch in der 13. Minute setzte sich J. Sommerer durch, flankte in den Strafraum, wo der mitgelaufene Ruder zunächst an Torwart Kirschbauer hängen blieb, den Abpraller jedoch zum 1:0 einschob. Friesen zeigte sich keineswegs geschockt. Immer wieder brachten die starken Schubart, Beetz, Dalke den Ball vor das Gehäuse der Gastgeber, zielten jedoch daneben oder fanden in Torhüter Schmidt ihren Meister. Die größte Gelegenheit zum Ausgleich bot sich Schubart, als er alleine auf Schmidt zulief, der ihm aber den Ball vom Fuß fischen konnte.
Sieben Minuten nach Wiederbeginn wurde Friesens Abwehr sehenswert ausgekontert, und es stand 2:0. Fünf Minuten späterfiel das 3:0 durch Kapitän Sendelbeck, der einen Alleingang abschloss. Als dann Olpen auf 4:0 erhöhte, schienen die Gäste die Lust zu verlieren.
Dann sah man eine Schlafeinlage der TSV-Abwehr. Über Schubart kam der Ball zu Krebs, der den ersten SV-Treffer erzielte. Nun waren die Friesener wieder präsent und verkürzten durch Roger auf 4:2. Die Freude war noch nicht verklungen, da vollendete H. Sommerer zum 5:2. Postwendend fiel das 5:3 durch einen unhaltbaren Fernschuss von Zwosta, ehe Sendel beck den Endstand herstellte.
Resümee: Der SV Friesen war nicht drei Tore schlechter, der TSV Kirchenlaibach hatte bei der Chancenverwertung einfach mehr Glück. yab