Meeder — Einen Tischtennisball auf einem Kochlöffel durch einen Parcours zu befördern, um ihn dann mit Hilfe eines gefüllten Luftballons in ein Loch zu bugsieren, das klingt ein wenig nach "Schlag den Raab". Das "Spiel der Langen Berge", bei dem es um genau solche Wettbewerbe geht, ist aber deutlich älter als die Pro-7-Spielshow. Es wird bereits seit über 20 Jahren zwischen den Vereinen TSV Elsa, TV Ottowind, den Sportfreunden Grattstadt und dem SV Ahlstadt ausgetragen. Spielort ist immer das Sportgelände des gastgebenden Vereins.
Nach einem Jahr Pause war nun der SV Ahlstadt als Ausrichter an der Reihe. Die Schirmherrschaft liegt seit Beginn der Spiele in den Händen des jeweiligen Landrates, der auch den Wanderpokal spendet. Zur Eröffnung und zur Siegerehrung war Landrat Michael Busch (SPD) anwesend.
Der Mannschaft des TV Ottowind gelang es, den Pokal, den sie bereits zweimal hintereinander gewannen, zu verteidigen und mit 20 Punkten den begehrten Wanderpokal endgültig zu erkämpfen. Landrat Busch muss also für das nächste Jahr einen neuen Pokal beschaffen. Die nachfolgenden Plätze belegten Ahlstadt (14 Punkte), Elsa (13) und Grattstadt (7).
Die vier Spiele erforderten einerseits Geschicklichkeit und Ruhe, andererseits aber auch Schnelligkeit. Jede Mannschaft trat mit sechs Spielern und Spielerinnen an und konnte bei einem Durchgang einen Joker setzen. Die Punktzahl verdoppelte sich dann jeweils.
Nachdem im ersten Durchgang der Tischtennisball erfolgreich in einem von zwei Löchern versenkt war, galt es beim nächsten Spiel, eine Person auf einer Trage zu transportieren. Die Träger bekamen allerdings die Augen verbunden und die "Fracht" dirigierte die beiden zu einem Tisch, von dem aus mit einem Frisbee vier Kegel von einem weiteren Tisch abgeschossen werden sollten.
Das dritte Spiel war originell und vor allem nass: Eine Flasche am Arm oder Bein oder in einem Rucksack war mit den Händen der anderen Spieler mit Wasser zu füllen und weiter zu transportieren. Wer am Ende das meiste Wasser zum Ziel brachte hatte gewonnen.
Nach gut vier Stunden mussten die Teilnehmer zum Abschluss noch bäuchlings auf nassen, glitschigen Gummimatten rutschen und dabei Tennisbälle transportieren und in einen Behälter werfen. Große Freude und Jubel herrschte bei allen Sportlern. kagü