Herzogenaurach — Kurz vor dem Handball-Bayernliga-Spiel am Sonntag um 14 Uhr in der Gymnasiumsporthalle am Burgstaller Weg gegen Garitz weiß der Trainer der TS Herzogenaurach noch nicht, welche Damen er aufbieten kann.

TS Herzogenaurach  - 
SG Garitz/Nüdlingen

Vor einer Woche musste die TSH ihre Begegnung beim ESV Regensburg II aus personellen Gründen kampflos abgeben. Zwar hofft Udo Hermannstädter auf den Einsatz der in dieser Woche zurückgekehrten Viktoria Egle, doch mit der zuletzt enorm starken Nina Bestle (Uni) kann er ebenso wenig rechnen wie mit Jugend-Nationalspielerin Saskia Probst, die nach einer EKG-Untersuchung im Rahmen der Vorbereitung auf das EM-Quali-Spiel in Ungarn absolutes Sportverbot erteilt bekommen hat.

Trainer bracht Schützenhilfe

Da diesmal auch Müller-Tegel nicht aushelfen kann, Katrin Kräck wegen Achillessehnen-Abriss mindestens ein halbes Jahr passen muss und Alexa Dodan im Training fehlte, bleibt dem Trainer nur die Hoffnung auf neuerliche Schützenhilfe aus der zweiten Mannschaft, die am selben Tag im Einsatz ist.
Für die Gäste aus Unterfranken zeigt Hermannstädter viele Sympathien: "Super, was die nach dem Abstieg aufgebaut haben. Eine Mannschaft mit viel Potenzial und bemerkenswerter Moral." In der Hinrunde zeigte sein Team seine wohl beste Auswärtsleistung und kehrte mit einem 21:21"aus der Höhle des Löwen" zurück. Die Aurachstädter lagen in der 50. Minute sogar mit drei Toren vorne, doch die Gastgeberinnen kamen bei eigener Unterzahl wieder heran. Torhüterin Michaela Müller und Svenja Reis, die sich schon drei Jahre zuvor aus beruflichen Gründen zurückgezogen hatte, stachen positiv heraus.

HG hat 100 Tore mehr geworfen

Die auf Rang 5 stehende HG hat bislang fast 100 Tore mehr erzielt als die TSH und pflegt ein 60-minütiges Tempospiel. Besonders Anne Früh, Lisa Wenske und die Geschwister Kleinhenz dürfen die Aurachstädter nicht zur Entfaltung kommen lassen. Immerhin ließen die Mittelfranken rund 50 Gegentreffer weniger zu. Den defensiven Vorteil müssen die Gastgeber am Sonntag ohne Abwehrchefin Bestle bestätigen.
Offensiv darf die TSH nicht nur auf die Distanztreffer von Egle und Dodan hoffen, sondern muss die Außenspielerinnen Janka Kräck und Sarah Stephan in gute Wurfpositionen bringen, was kürzlich gegen Haunstetten II prima klappte. Ein Sieg ist wahrscheinlich noch nötig, um den Klassenerhalt in trockene Tücher zu bringen. vs