Seit gut zwei Wochen befinden sich die Männer der TS Herzogenaurach in der Vorbereitung auf die kommende Saison in der Handball-Bezirksoberliga. Durch die Abgänge, die erst zu einem sehr späten Zeitpunkt bekannt wurden, musste Trainer Ingo Kundmüller kurzfristig reagieren.
Mit den Wolf-Brüdern Philipp und Markus, Jendrik Großhauser sowie Pascal Will entschlossen sich gleich vier Spieler, die Mannschaft in Richtung Bayern- (erste Mannschaft) und Landesligist (Reserve) TV Erlangen-Bruck zu verlassen. Im Gegenzug verpflichtete die TSH Felix Welker, Peter Haberzettl, Jan Sieber und Yannik Wayand (noch A-Jugend). Alle sollen Erfahrungen in der BOL sammeln und den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung nehmen. Zudem will Kundmüller den erfahrenen Florian Kopatsch integrieren, der bereits Ende der vergangenen Saison berufsbedingt an die Aurach gekommen war.
Jörn Marks (Auslandsaufenthalt) sowie eventuell ein bis zwei weitere Akteure werden das Team im Laufe der Vorbereitung vervollständigen, so dass Kundmüller wohl auf einen 16 Mann starken Kader mit einer guten Mischung aus Routiniers und jungen Spielern zurückgreifen kann.
Derweil gibt es bei der Turnerschaft eine noch engere Verzahnung zwischen Jugend und Männern, indem einige der drei Einheiten pro Woche gemeinsam abgehalten und Spieler mannschaftsübergreifend eingesetzt werden. "Die Weichen sind gestellt. Jetzt gilt es, das Geplante umzusetzen und dafür wird sich jeder einbringen müssen", sagt Kundmüller. Zunächst müssten sich die Spieler körperliche Fitness erarbeiten und sich als Mannschaft finden, aber auch der Ball werde nicht zu kurz kommen. In vielen Vorbereitungsspielen geht es schließlich um die Praxis für die Anfang Oktober beginnende Saison.
Bereits am Sonntag wartet ein erster Prüfstein auf Herzogenaurach: In der ersten Runde des BHV-Pokals empfängt die TS die SG Regensburg. Anpfiff gegen den Sechsten der Landesliga Nord ist um 16.30 Uhr in der Gymnasiumhalle. "Wir haben uns bewusst zum Pokal gemeldet, weil es uns eine exzellente Möglichkeit beschert, uns mit höherklassigen Vereinen zu messen. Wir haben hier nichts zu verlieren", erklärt der Coach. red